Maemo

Maemo ist ein Betriebssystem für mobile Endgeräte und eine Entwicklungs-Plattform, um Applikationen für die Nokia Internet Tablets und andere Maemo-konforme Handhelds zu programmieren. Die von Nokia initiierte Plattform besteht zum großen Teil aus angepasster freier Software, die sie mit vielen Linux-Distributionen gemein hat. Maemo war als Alternative zu Palm OS bzw. dem Nachfolger webOS, Windows CE, Symbian OS oder Android gedacht.
Maemo baut auf dem Linux Kernel sowie den freien Desktop GNOME auf. Nokia trat in diesem Zusammenhang auch als Förderer des GNOME-Projektes auf.
Mit der Übernahme von Trolltech im Jahre 2008 hatte Nokia den GTK+-Konkurrenten Qt im eigenen Hause. Seit maemo 5.0 wird Qt parallel zu GTK+ angeboten.
Auf dem Mobile World Congress im Februar 2010 wurde bekanntgegeben, dass Maemo mit Intels Moblin-Plattform zu dem neuen Projekt MeeGo verschmolzen werden sollte. Im September 2011 gab Intel bekannt, dass MeeGo und LiMo als Tizen fortgeführt werden sollten.

Das auf Handheld-Benutzung optimierte GTK+-Framework des Projektes trägt den Namen „Hildon“. Es unterscheidet sich vom GNOME-Framework insbesondere durch den Verzicht auf schwergewichtige Pakete wie Bonobo, da mobile Geräte weniger Arbeitsspeicher haben als PCs oder Laptops.
(Maemo 6)
Da die Quellen von Maemo frei verfügbar sind und auch keine rechtlichen Gründe dagegen sprechen, kann es verhältnismäßig einfach auf nahezu jedes ausreichend leistungsfähige ARM-Smartphone oder -Tablet portiert werden. Nokia selbst sah die Verwendung auf High-End Tablets.
Android | Apple iOS | bada | BlackBerry-Plattformen | Firefox OS | HP webOS | MeeGo | MS Windows-Plattformen | Nokia OS | S60 | Sailfish OS | Symbian-Plattform | Tizen | Ubuntu Touch
Einsatzbereiche: Access Linux Platform | Aliyun OS | Ångström | Android | bada | Firefox OS | Maemo | MeeGo | Mobilinux | Openmoko | OpenWrt | OpenZaurus | Sailfish OS | webOS | Tizen | Nemo Mobile

Kreis Löbau

Der Kreis Löbau war von 1952 bis 1990 eine Verwaltungseinheit im Bezirk Dresden der Deutschen Demokratischen Republik. Von 1990 bis 1994 war er als Landkreis Löbau eine Verwaltungseinheit im Freistaat Sachsen. Sein Gebiet liegt heute im Landkreis Görlitz in Sachsen. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Löbau.

Im Zentrum der Oberlausitz – zwischen den Städten Bautzen, Görlitz und Zittau – lag der Kreis Löbau.
Der Kreis Löbau grenzte im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Kreise Bautzen, Görlitz-Land und Zittau. Im Südwesten grenzte er an die Tschechoslowakei.
Das westliche Kreisgebiet wurde durch die langgestreckten, bewaldeten Bergrücken des Lausitzer Berglandes mit Höhen über 500 m geprägt. Sie wechselten mit breiten muldenförmigen Tälern ab. Der Kottmar östlich von Ebersbach bildet mit 583 m die höchste Erhebung des Landkreises. Von einem Aussichtsturm auf seinem Gipfel reichte der Blick bei klarem Wetter bis weit in die Tschechoslowakei zum Iser- und Riesengebirge. Am Südrand des Kottmar entsprang die Spree, die das Kreisgebiet in westlicher Richtung durchfloß. Im Osten ging die Landschaft in die Ostlausitzer Vorberge über. Bewaldete Einzelberge, so auch der als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Löbauer Berg (480 m), erhoben sich hier über breite Talmulden. Im nördlichen Kreisgebiet war die Landschaft durch ausgedehnte Ackerflächen mit fruchtbaren Lößböden geprägt.
Der Kreis Löbau ging aus der am 1. Januar 1939 in Landkreis Löbau umbenannten, 1874 gegründeten Amtshauptmannschaft Löbau hervor. Mit der Kreisreform der DDR am 25. Juli 1952 erfolgte die Bildung der Bezirke und eine Neugliederung der Kreise. Der bisherige Kreis Löbau gab 23 seiner 74 Gemeinden an Nachbarkreise im Norden und Osten ab. Der Kreis wurde dem neugebildeten Bezirk Dresden zugeordnet, Kreissitz wurde Löbau. Im Einzelnen wurden folgende Gemeinden abgegeben:
Durch Umgliederungen über Kreisgrenzen hinweg und Gemeindegebietsveränderungen sank die Zahl der Gemeinden von anfänglich 51 auf 29 bei Auflösung des Kreises (1994):
Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Löbau umbenannt. Am 1. August 1994 erfolgte die Bildung des neuen Sächsischen Oberlausitzkreises, der 1995 in Landkreis Löbau-Zittau umbenannt wurde. Bei der Neubildung wurde der Landkreis Löbau (27 Gemeinden) mit dem Landkreis Zittau (18) und zwei südlich gelegenen Gemeinden des Landkreises Görlitz zusammengefasst. Der Landkreis Löbau gab des Weiteren zwei seiner Gemeinden an den Landkreis Bautzen ab. Diese Kreisreform von 1994 knüpfte an die territorialen Verwaltungsstrukturen, wie sie im 19. Jahrhundert vorhanden waren, wieder an.
Die traditionelle Leinenweberei fand ihre Fortsetzung in der Textilindustrie. Mehr als ein Zehntel der Kreisbewohner arbeitete in diesem Industriesektor. Der VEB Oberlausitzer Textilbetriebe besaß drei Werke in Löbau, und in Neusalza-Spremberg war der VEB Baumwollweberei und -veredlung ansässig. Zentren der Textilherstellung waren weiterhin die Städte Ebersbach und Neugersdorf. Die Stadt Löbau war bereits im 14. Jh. ein Mittelpunkt der Tuchmacherproduktion und entwickelte sich im 19. Jh. zum größten Garnmarkt der Oberlausitz. Darüber hinaus war sie weitbekannt für die »Förster«-Klaviere, die hier seit 120 Jahren hergestellt wurden. Produkte der Industrie des Kreises waren außerdem Schuhe, Elektroanlagen, Möbel und Spiegel. Der Fremdenverkehr spielte im westlichen Kreisgebiet, im Lausitzer Bergland, eine Rolle. Hier lagen die Erholungsorte Neusalza-Spremberg und das nördlich gelegene Cunewalde. Die Ortsbilder der Straßendörfer waren durch Umgebindehäuser geprägt.
Das Kreisgebiet war stets Durchgangsland zwischen den Kaufmanns- und Handelsstädten Bautzen, Görlitz und Zittau. Durch den Landkreis verliefen die Straßen- und Schienenwege im Transitverkehr nach Polen und zur Tschechoslowakei mit Löbau als Verkehrsknotenpunkt, Handels- und Industriezentrum.
Bevölkerungsübersicht aller 43 Gemeinden des Kreises, die 1990 in das wiedergegründete Land Sachsen kamen.
Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren RO und YO begannen, zugewiesen. Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war YX 75-01 bis YX 97-00.
Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen LÖB. Es wurde bis zum 31. Juli 1994 ausgegeben. Seit dem 9. November 2012 ist es im Landkreis Görlitz erhältlich.
Bautzen | Bischofswerda | Dippoldiswalde | Dresden-Land | Dresden (Stadtkreis) | Freital | Görlitz | Görlitz (Stadtkreis) | Großenhain | Kamenz | Löbau | Meißen | Niesky | Pirna | Riesa | Sebnitz | Zittau

Liste der Baudenkmäler im Kölner Stadtteil Roggendorf/Thenhoven

Die folgende Liste enthält die in der Denkmalliste ausgewiesenen Baudenkmäler auf dem Gebiet des Stadtteils Köln-Roggendorf/Thenhoven, Stadtbezirk Köln-Chorweiler, Nordrhein-Westfalen.
Basis ist die offizielle Kölner Denkmalliste (Stand: 16. August 2012), die Baudenkmäler und Denkmalbereiche auflistet. Dabei kann es sich beispielsweise um Sakralbauten, Wohn- und Fachwerkhäuser, historische Gutshöfe und Adelsbauten, Industrieanlagen, Wegekreuze und andere Kleindenkmäler sowie Grabmale und Grabstätten, die eine besondere Bedeutung für die Geschichte Kölns haben, handeln. Grundlage für die Aufnahme in die offiziellen Denkmallisten ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein Westfalens.

1. Innenstadt: Altstadt-Nord | Altstadt-Süd | Deutz | Neustadt-Nord | Neustadt-Süd
2. Rodenkirchen: Bayenthal | Godorf | Hahnwald | Immendorf | Marienburg | Meschenich | Raderberg | Raderthal | Rodenkirchen | Rondorf | Sürth | Weiß | Zollstock
3. Lindenthal: Braunsfeld | Junkersdorf | Klettenberg | Lindenthal | Lövenich | Müngersdorf | Sülz | Weiden | Widdersdorf
4. Ehrenfeld: Bickendorf | Bocklemünd/Mengenich | Ehrenfeld | Neuehrenfeld | Ossendorf | Vogelsang
5. Nippes: Bilderstöckchen | Longerich | Mauenheim | Niehl | Nippes | Riehl | Weidenpesch
6. Chorweiler: Blumenberg | Chorweiler | Esch/Auweiler | Fühlingen | Heimersdorf | Lindweiler | Merkenich | Pesch | Roggendorf/Thenhoven | Seeberg | Volkhoven/Weiler | Worringen
7. Porz: Eil | Elsdorf | Ensen | Finkenberg | Gremberghoven | Grengel | Langel | Libur | Lind | Poll | Porz | Urbach | Wahn | Wahnheide | Westhoven | Zündorf
8. Kalk: Brück | Humboldt/Gremberg | Höhenberg | Kalk | Merheim | Neubrück | Ostheim | Rath/Heumar | Vingst
9. Mülheim: Buchforst | Buchheim | Dellbrück | Dünnwald | Flittard | Holweide | Höhenhaus | Mülheim | Stammheim

Schlagröhre

Als Schlagröhre wird eine besondere Art der Zündung von Geschützen bezeichnet.
Die ersten Kanonen wurden durchweg mit feinem Pulver, dem sogenannten Zündkraut, und mittels einer Lunte gezündet. Diese Methode war relativ unsicher, deshalb wurde schon früh versucht, das Abfeuern einer Kanone zu mechanisieren. Alle Zündarten, wie sie auch von den Handfeuerwaffen bekannt waren, z.B. Radschloss- oder Feuersteinzündung, wurden dabei verwendet. Letztendlich wurde aber die Luntenzündung erst in der Zeit um 1820 von der Perkussionszündung verdrängt. Diese sehr sichere und zuverlässige Art der Zündung setzte sich schnell in der allgemeinen Waffentechnik durch.
Die Schlagröhre ist eine Weiterentwicklung der Perkussionszündung. Alle nötigen Teile für einen Zündvorgang sind darin enthalten. Die Schlagröhre wurde in das Zündloch der Kanone gesteckt. Durch das Herausziehen eines geriffelten oder angerauten Drahtes wurde ein Pulversatz entzündet und der entstehende Zündstrahl nach unten durch den offenen oder perforierten Schlagröhrenboden geleitet. Dieser zündet dann die Kartuschbeutel mit dem eigentlichen Treibladungspulver für das Geschoss. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts hauptsächlich bei der Feldartillerie verwandt.
Parallel zur Schlagröhre wurde auch die Reibzündschraube benutzt, um Geschütze abzufeuern.

Konstantin Michailowitsch Simonow

Konstantin (Kirill) Michailowitsch Simonow (russisch Константин (Кири́лл) Михайлович Симонов, wiss. Transliteration Konstantin Michajlovič Simonov; * 15. Novemberjul./ 28. November 1915greg. in Petrograd; † 28. August 1979 in Moskau), war ein sowjetischer Schriftsteller, Lyriker und Kriegsberichterstatter.

Er ist der Sohn des zaristischen Generalmajors Michail Simonow und seiner Frau Alexandra, Tochter aus dem fürstlichen Hause der Obolenski und Smolny-Absolventin. Nachdem sich die Eltern während der Revolutionszeit getrennt hatten, wuchs Simonow bei seiner Mutter und seinem Stiefvater, dem der Trotzki-Armee angehörigen ehemaligen zaristischen Oberst Iwanitschew, auf. Dieser verschwieg die adlige Herkunft und gab Simonow als Proletarier aus. In Saratow besuchte er als Komsomolze die Betriebsschule und absolvierte die Lehre eines Drehers. 1931 zog die Familie nach Moskau um. Ab 1934 besuchte Simonow vier Jahre das Moskauer Literaturinstitut. In den Zeitschriften „Junge Garde“ und „Oktober“ erschienen erste Gedichte. 1939 wurde Simonow als Kriegsberichterstatter des Grenzkonflikts mit Japan in den Fernen Osten geschickt. Zu diesem Zeitpunkt änderte er auch seinen Vornamen von Kirill in Konstantin – angeblich weil er aufgrund eines Sprachfehlers Schwierigkeiten mit den Buchstaben „r“ und „l“ hatte. 1940 und 1941 entstanden zwei erfolgreiche Theaterstücke. Simonow absolvierte einen Kurs als Berichterstatter an der Lenin-Akademie
Im Verlauf des Krieges stieg Simonow als Mitglied der Propagandaeinheiten der Roten Armee bis zum Rang eines Obersts auf. Er war einer der bekanntesten und meistgelesenen Kriegsberichterstatter und bereiste alle Fronten Osteuropas bis zur Schlacht um Berlin. Seine Berichte und Schriften erschienen meist in den Zeitungen Roter Stern und Prawda. Sein berühmtestes Kriegsgedicht, „Warte auf mich“ (russisch Жди меня), war seiner späteren Frau Walentina Serowa gewidmet, die er 1943 heiratete.
Nach dem Krieg unternahm Simonow verschiedene Reisen, unter anderem 1946 zusammen mit Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg als Zeitungskorrespondent in die USA. Er arbeitete als Chefredakteur der Zeitungen Nowy Mir (1946 bis 1950 sowie 1953 bis 1958) und Literaturnaja Gaseta (1950 bis 1953). Seine Entlassung bei Literaturnaja Gaseta erfolgte wegen eines Lobgedichtes nach Stalins Tod auf Betreiben von Chruschtschow Während der Tauwetter-Ära verlor er seine Ämter im Schriftstellerverband der UdSSR, dem Zentralkomitee der KPdSU und dem Obersten Sowjet. 1957 erfolgte die Scheidung von Walentina Serowa. Simonow heiratete später eine Schriftstellerwitwe. Als Korrespondent der Prawda lebte er von 1958 bis 1960 in Taschkent. Von 1967 bis zu seinem Tod war er erneut Sekretär des Schriftstellerverbands.
Der Hauptteil von Simonows Werk handelt vom Krieg. Neben seinen Kriegsberichten entstanden eine Vielzahl von Romanen und Theaterstücken, die oftmals verfilmt wurden. Daneben besorgte er eine Biografie Majakowskis und viele Übersetzungen westlicher Autoren wie Hemingway oder Arthur Miller.
Er ist der Vater des russischen Politikers Alexei Simonow.
Nach dem Schriftsteller sind unter anderem das Flusskreuzfahrtschiff Konstantin Simonov und der Asteroid (2426) Simonov benannt.
Bücher
Hörspiele
Literarische Vorlage
Drehbuch

Moos (Niederbayern)

Moos ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Moos.

Moos liegt in der Region Donau-Wald an der Mündung der Isar in die Donau.
Es existieren die Gemarkungen Langenisarhofen und Moos.
Zum Gemeindebereich gehört auch der Weiler Isarmünd, der einen Kilometer südsüdöstlich der Mündung der Isar in die Donau liegt, sowie ein Abschnitt der Donau unmittelbar südöstlich der Isarmündung (nicht aber der Mündungsbereich selber, welcher noch zum Stadtgebiet von Plattling gehört).
Dieses Mündungsgebiet ist von hoher landschaftlicher Schönheit und eignet sich hervorragend für ausgiebige Fußwanderungen oder Radtouren. Bei der ehemaligen “Maxmühle” (nunmehr Wirtshaus mit Garten) und dem Elektrizitätswerk “Grafenmühle” befindet sich das Isar-Informationszentrum mit Ausstellungen zur Geologie und Biologie dieser Kulturlandschaft.
Moos gehörte den Grafen von Preysing, war jedoch Teil des Kurfürstentums Bayern. Es handelte sich um eine geschlossene Hofmark.
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Langenisarhofen mit ihren Ortsteilen Gilsenöd und Blindmühl in die Gemeinde Moos eingegliedert. Dieses Gebiet entspricht der heutigen Gemarkung Langenisarhofen.
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1961 1913, 1970 2036, 1987 dann 1851, im Jahr 2000 2130 und im Jahr 2014 2194 Einwohner gezählt.
Erster Bürgermeister ist Hans Jäger (FW). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Franz Xaver Rüpl (CSU/ÜWM). Zweiter Bürgermeister ist Rudi Lerndorfer (CSU).
Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 69,48 % folgendes Ergebnis:
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 773 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 44 T€.
Die Wappenbeschreibung lautet: Über grünem Dreiberg in Rot eine silberne Zinnenmauer, dahinter aufwachsend drei silberne Pappeln
Seit Sommer 2001 besteht das Infohaus Isarmündung, das über den Lebensraum der Auwälder informiert. Neben den ständigen Ausstellungen im Inneren des Gebäudes wurden die charakteristischen Merkmale des angrenzenden Naturschutzgebietes Isarmündung im Außengelände des Infohauses modelliert und für Besucher zugänglich gemacht.
In Kurzenisarhofen befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus. Sie wurde 1624 bis 1628 erbaut, der Turm 1646 bis 1649. Die Ausstattung ist weitgehend im Stil der Renaissance.
In Moos liegt das stattliche, nicht zugängliche Wasserschloss Moos.
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 33, im produzierenden Gewerbe 209 und im Bereich Handel und Verkehr 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 48 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 726. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sieben, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 77 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1989 ha, davon waren 1889 ha Ackerfläche.
Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
Aholming | Auerbach | Außernzell | Bernried | Buchhofen | Deggendorf | Grafling | Grattersdorf | Hengersberg | Hunding | Iggensbach | Künzing | Lalling | Metten | Moos | Niederalteich | Oberpöring | Offenberg | Osterhofen | Otzing | Plattling | Schaufling | Schöllnach | Stephansposching | Wallerfing | Winzer

Franz Müller (Regisseur)

Franz Müller (* 20. Oktober 1965 in Mosbach) ist ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor.

Franz Müller studierte zunächst Vor- und Frühgeschichte, bevor er 1990 in Düsseldorf das Studium der Freien Kunst bei Gerhard Richter und Kybernetik bei Oswald Wiener begann. Sein Studium beendete er 1995. Er begann 1999 mit einem Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien Köln. Im Jahre 1997 drehte er mit Zwischenzeiten seinen ersten Kurzfilm. 1998 folgte Madonna ist Löwe, 1998 Six Degrees of Separation, 1999 Kaffee x Café, 2000 Monte Carlo und 2002 die Episode Vater und Sohn für den Omnibusfilm Freitagnacht.
Sein erster Langfilm war der satirische Film Kein Science Fiction, für den er den Förderpreis für den besten Absolventenfilm der Babelsberger Medienpreise bekam. Für seinen 2009 erschienenen zweiten Spielfilm Die Liebe der Kinder erhielt er den Fliegenden Ochsen, den Hauptpreis des Spielfilmwettbewerbs beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern.
Franz Müller ist Mitherausgeber der Filmzeitschrift Revolver.
Franz Müller ist ein Neffe des Publizisten Albrecht Müller.

Stephens Six

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Der Stephens Six Series 60 war ein nur für das Modelljahr 1917 angebotener Personenwagen der US-amerikanischen Mittelklasse. Hersteller war die eigens dazu eingerichtete Stephens Motor Branch des Farmgeräteherstellers Moline Plow Company in Moline (Illinois). Der Stephens Six war in seiner Klasse als Qualitätsautomobil ausgelegt, wurde aber wegen seiner Konstruktion aus zugekauften Komponenten öffentlich nicht als solches wahrgenommen.
Das Auto sollte dazu dienen, der Moline Plow Company in ihrem Kerngeschäft, der Herstellung von Landmaschinen, verlorenen Umsatz zu kompensieren. Dies gelang mit dem technisch und optisch zu unauffälligen Stephens Six nicht, obwohl das Fahrzeug ein sorgfältig konstruiertes, solide gebautes und in seiner Klasse leistungsfähiges Fahrzeug zu einem konkurrenzfähigen Preis war. Nicht zuletzt deswegen hatte die Fahrzeugabteilung mit Rentabilitätsproblemen zu kämpfen, obwohl ein sehr kleines Team mit der Produktionsvorbereitung beauftragt war. Es arbeitete unter dem Geschäftsführer Matthew A. Steele ab Ende 1915 zunächst von Detroit aus, wo bis Februar 1916 zwei Fahrgestelle entstanden. Produziert wurde der Stephens Six aber von Anfang an in den eigens erworbenen ehemaligen Räumlichkeiten der John W. Henney & Co. in Freeport (Illinois).

Der Entwurf des Stephens Six wurde zugekauft, nicht selber erarbeitet. Er stammte aus der Feder des angesehenen Ingenieurs E.T. Birdsall, einem Gründungsmitglied der SAE (Society of Automobile Engineers) und verantwortlich für eine ganze Reihe von Automobilen verschiedener Hersteller.
Obwohl viele Komponenten eigens für Stephens hergestellt wurden und die Karosserie unüblicherweise im Hause hergestellt wurde, , galt das Fahrzeug in der öffentlichen Wahrnehmung als Assembled vehicle, d. h. ein Auto, das aus zugekauften Komponenten zusammengestellt wurde. Solche Marken gab es zu Dutzenden; wenige behaupteten sich längere Zeit im Markt. In der öffentlichen Wahrnehmung galten sie meist als von minderer Qualität – oft zu Unrecht, wie etwa Argonne, Biddle, Cole, Daniels, Handley-Knight, Kenworthy, ReVere oder Roamer belegen. Das teuerste in den USA hergestellte Auto, der Brewster Knight, war ebenfalls ein Assembled car.
Der Markenslogan lautete: “Best by Test”.
Der wassergekühlte Sechszylindermotor wurde von Continental zugekauft. Es handelte sich dabei um einen konventionellen, seitengesteuerten Reihenmotor des Typs 7-W[Anm. 1] mit dreifach gelagerter Kurbelwelle, wie er etwa auch von Abbott, Anderson, Columbia, Davis oder Elcar verwendet wurde.
Der 7-W hat 224,0 c.i. (3670 cm³) Hubraum aus 3¼ Zoll Bohrung und 4½ Zoll Hub und leistet 55 bhp (41 kW). Das auf die Motorbohrung abgestellte N.A.C.C.-Rating[Anm. 2] ergibt einen Wert von 25,3 PS, was in Großbritannien auch den anzuwendenden Steuer-PS entspricht; über die tatsächliche Motorenleistung sagt dieser Wert nichts aus. Die Kühlung erfolgte zeittypisch mittels Thermosiphon, die Gemischbildung mittels Stromberg-Fallstromvergaser.
Das Werk gab in einer Anzeige eine Höchstgeschwindigkeit von 50 MPH (ca. 80 km/h) an. Dieser Motor wurde im bis Juli 1917 gebauten Six Series 60 verwendet; danach stellte Stephens um auf einen obengesteuerten Sechszylinder mit identischen Dimensionen und zunächst 57 bhp (43 kW) Leistung.
Die Kraftübertragung erfolgt über eine Trockenscheibenkupplung auf ein konventionelles, unsynchronisiertes Dreiganggetriebe mit Rückwärtsgang und mittels Kardanwelle auf die Hinterachse mit spiralverzahntem Differential. Die Untersetzung an der Hinterachse beträgt 4.75 : 1.
Geworben wurde damit, dass erst bei Geschwindigkeiten unter 3 MPH etwa 5 km/h) tieferschalten notwendig würde.
Das robuste Fahrgestell ist als konventioneller Pressstahl-Leiterrahmen konstruiert. Er besteht aus zwei gekröpften Längsträgern, fünf Traversen und je einem Torsion tube am vorderen und hinteren Ende. Die Starrachsen vorn und hinten kamen von Timken und die Lenkung von Gemmer. Gebremst wurde mittels Trommeln an der Hinterachse. Der Stephens Six erhielt Holzspeichen-Artillerieräder mit 32×4 Zoll Reifen von Fisk Cord und abnehmbarem Radkranz[Anm. 3] .
Der Radstand beträgt nur 115 Zoll (2921 mm), was sich für ein Fahrzeug dieser Klasse als zu kurz herausstellte.
Eine Besonderheit des Stephens ist die Karosserie, die nach den Prinzipien des Individual-Karosseriebaus in Kleinserie von Hand erstellt wurde. Die Struktur besteht aus gelagertem Hartholz. Sie wurde mit Stahlblech beplankt. Erhältlich war zunächst ein fünfsitziger Touring; ein dreisitziger Roadster wurde nachgeschoben.
Die umfangreiche Grundausstattung umfasst eine Saal-Zentralchassisschmierung, einen Stewart-Tacho bis 75 mph (), elektrische Hupe, Lufteinlässe vor der Windschutzscheibe, ein Getriebeschloss als Diebstahlsicherung und sogar eine Kellogg-Luftpumpe für die Reifen. Ob ein Boyce-Motometer zur Grundausstattung (wie bei späteren Stephens) gehörte oder ob es aufpreispflichtig war, ist nicht bekannt. Die Kühlermaske war offenbar in vernickelter oder lackierter Ausführung erhältlich.
Die exaktesten Produktionszahlen finden sich im Standard Catalogue of American Cars 1805-1942. Nach dieser Quelle entstanden im Modelljahr 1917 total 1337 Fahrzeuge.

OHL Goaltender of the Year

Der OHL Goaltender of the Year Award (dt. Torhüter des Jahres) ist eine Auszeichnung der Ontario Hockey League. Er wird seit Ende der Saison 1987/88 jährlich an den besten Torhüter der Liga, der von den Trainern und General Managern gewählt wird, vergeben. Der Sieger nimmt seit 1988 auch an der Wahl zum CHL Goaltender of the Year teil.
Sie entspricht der Del Wilson Trophy der WHL und der Trophée Jacques Plante der LHJMQ.
Erläuterungen: Farblich unterlegte Spieler haben im selben Jahr den CHL Goaltender of the Year Award gewonnen.
Mannschaftstrophäen: Bobby Orr Trophy | Bumbacco Trophy | Emms Trophy | Hamilton Spectator Trophy | Holody Trophy | J. Ross Robertson Cup | Leyden Trophy | Wayne Gretzky Trophy
Spielertrophäen: Bobby Smith Trophy | Dan Snyder Memorial Trophy | Dave Pinkney Trophy | Eddie Powers Memorial Trophy | Emms Family Award | F. W. „Dinty“ Moore Trophy | Ivan Tennant Memorial Award | Jack Ferguson Award | Jim Mahon Memorial Trophy | Leo Lalonde Memorial Trophy | Max Kaminsky Trophy | Mickey Renaud Captain’s Trophy | OHL Goaltender of the Year | Red Tilson Trophy | Roger Neilson Memorial Award | Wayne Gretzky 99 Award | William Hanley Trophy
Trophäen für Trainer und Offizielle: Bill Long Award | Ken Bodendistel Character Award for Officials | Matt Leyden Trophy | OHL Executive of the Year

Salvatore Boccaccio

Salvatore Boccaccio (* 18. Juni 1938 in Rom; † 18. Oktober 2008 in Frosinone) war römisch-katholischer Bischof des Bistums Frosinone-Veroli-Ferentino.
Salvatore Boccaccio trat 1950 in das Päpstliche Römische Priesterseminar ein und studierte Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität, wo er auch in Religionssoziologie promoviert wurde. Er empfing am 9. März 1963 die Priesterweihe für das Bistum Rom durch Luigi Kardinal Traglia. Von 1963 bis 1978 war er Pfarrer in einigen wichtigen römischen Pfarreien, von 1968 bis 1973 unterrichtete er Religion an verschiedenen Schulen in Stadtteilen Roms, die Probleme mit Jugendkrawallen hatten. Von 1975 bis 1983 war er im Status eines Vikars zuständig für die Università Cattolica del Sacro Cuore, von 1978 bis 1983 zudem für die Opera Romana Pellegrinaggi. Von 1983 bis 1987 war er Pfarrer der römischen Großgemeinden Santa Brigida und San Luca.
Er wurde 1987 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof im Bistum Rom bestellt und zum Titularbischof von Ulpiana ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 7. Dezember 1987 der Generalvikar von Rom Ugo Kardinal Poletti in der Lateranbasilika; Mitkonsekratoren waren Erzbischof Ennio Appignanesi und sein Amtsvorgänger Weihbischof Plinio Pascoli. Er war als Bischofsvikar zuständig für den Norden Roms. 1992 wurde er zum Koadjutorbischof des Bistums Sabina-Poggio Mirteto bestellt und nach dem Tod von Nicola Rotunno zum Bischof von Sabina-Poggio Mirteto ernannt. Neben vielen Mandaten war er unter anderem Mitglied der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs sowie der Kommission „Sport, Tourismus und Freizeit“ der Chiesa cattolica in Italia.
Seit 1999 war er Bischof des Bistums Frosinone-Veroli-Ferentino. Aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen wurde ihm im Juli 2008 Ambrogio Spreafico als Koadjutor an die Seite gestellt.
Salvatore Boccaccio pilgerte im Juni 2005 nach Međugorje.