Julio Cavestany de Anduaga

Julio Cavestany de Anduaga (* 1883 in Madrid; † 1965 ebenda) war ein spanischer Kunsthistoriker.
Julio Cavestany de Anduaga studierte spanische Geschichte und Kunstgeschichte. Er arbeitete für den spanischen Tourismusverband und Übernahm in dieser Funktion die Reorganisation des Museo Arqueológico de Burgos in Burgos. Für die Exposición Ibero-Americana in Sevilla 1929 gestaltete er den Tourismus-Pavillon. 1935 fand unter der Betreuung durch Julio Cavestany de Anduaga der Wiederaufbau des Hauses statt, in dem Lope de Vega seine letzten Lebensjahre verbracht hatte. Im selben Jahr organisierte er die Ausstellung Floreros y bodegones en la pintura española. Es war die erste große und bedeutende Ausstellung zum spanischen Stillleben. Die anlässlich dieser Ausstellung herausgegebene und infolge des Spanischen Bürgerkrieges erst 1940 veröffentlichte Publikation war bis in die 1960er-Jahre für das spanische Stillleben und für Künstler wie Juan van der Hamen y León maßgeblich. 1941 wurde Julio Cavestany Mitglied der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid. Seit 1951 war er Mitglied im Verwaltungsrat des Museo del Prado. 1952 wurde er dann Direktor des Museo Nacional del Siglo XIX, in dessen Verwaltungsrat er später aufrückte und das später im Museo del Prado aufging. Zwei Jahre später wurde er Vorsitzender der Sociedad Española de Amigos del Arte.

Michal Barinka

Michal Barinka (* 12. Juni 1984 in Vyškov, Tschechoslowakei) ist ein tschechischer Eishockeyspieler, der seit Juni 2014 beim HC Sparta Prag in der tschechischen Extraliga unter Vertrag steht.

Michal Barinka begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Jugend des HC České Budějovice, für dessen Profimannschaft er von 2001 bis 2003 in der tschechischen Extraliga aktiv war. Anschließend wurde er im NHL Entry Draft 2003 in der zweiten Runde als insgesamt 59. Spieler von den Chicago Blackhawks ausgewählt, für die er in der Saison 2003/04 sein Debüt in der National Hockey League gab. In den drei Spielzeiten, in denen der Verteidiger in der Organisation der Chicago Blackhawks unter Vertrag stand, spielte er jedoch hauptsächlich für deren Farmteam aus der American Hockey League, die Norfolk Admirals.
Im Sommer 2006 wurde der Linksschütze von Chicago an die Ottawa Senators abgegeben, für die er allerdings in der folgenden Spielzeit zu keinem Einsatz kam. Nach 17 Spielen für deren AHL-Farmteam, kehrte er in seine tschechische Heimat zurück, wo er vom HC Vítkovice Steel verpflichtet wurde, für den er bis Januar 2011 spielte. Zudem lief er in den Playoffs der Saison 2006/07 in 17 Playoff-Spielen, in denen er drei Vorlagen gab, für den SC Bern in der Schweizer Nationalliga A auf. Mit den Bernern unterlag er in den Finalspielen dem HC Davos in der Best-of-Seven-Serie mit 3:4. Die Saison 2010/11 beendete der Tscheche bei Lokomotive Jaroslawl in der Kontinentalen Hockey-Liga, für die der Linksschütze in 16 KHL-Spielen auf dem Eis stand und acht Punkte erzielte. Im Juni 2011 erhielt Barinka einen Kontrakt für die Spielzeit 2011/12 bei Fribourg-Gottéron.
Für Tschechien nahm Barinka an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2002, sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2004 teil. Des Weiteren stand er im Aufgebot Tschechiens bei der Weltmeisterschaft 2009.
(Stand: Ende der Saison 2010/11)

St. Nikolaus (Unterammergau)

St. Nikolaus in Unterammergau ist ein Kirchengebäude der römisch-katholischen Kirche. Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht. Sie ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Die Kirche liegt im historischen Ortskern, dem Oberdorf, an der Dorfstraße. Sie ist von einem Friedhof mit Friedhofsmauer umgeben. Die Hauptachse verläuft ungefähr in Nord-Süd-Richtung mit einer Abweichung von circa 20° gegen den Uhrzeigersinn.
In Unterammergau gab es, wie archäologische Untersuchungen ergeben haben, schon im 12. Jahrhundert eine Kirche aus Stein. 1315 wurde diese Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Sie war geostet und lag etwa unter dem nördlichen Drittel der heutigen Kirche. Nach der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ihr Altarraum vergrößert.
Die Neuerrichtung der Kirche begann mit dem Bau eines größeren Turmes 1688. Erst im Frühjahr 1709 wurde mit dem Bau des Kirchenschiffs nach den Plänen des Rottenbucher Chorherren Germanus Pecher begonnen. Die neue Kirche war nicht mehr geostet, sie orientierte sich an dem Verlauf der Dorfstraße, die ihrerseits etwa parallel zur Ammer ungefähr in Nord-Südrichtung verläuft. Geweiht wurde die Kirche am 8. August 1710 durch Johann Franz Eckher den damaligen Fürstbischof von Freising.
Zunächst gehörte die Kirche zu der Pfarrei Oberammergau. 1787 wurde in Unterammergau eine Kuratie errichtet, die 1809 zur Pfarrei erhoben wurde. Zu dieser Pfarrei gehörten außer den Ortsteilen Oberammergaus auch die südlichen Ortsteile Saulgrubs: Wurmansau mit der Kapelle St. Joseph, Altenau mit der Kirche St. Anton und Unternogg. Seit 1992 bilden Ober- und Unterammergau einen Pfarrverband mit Sitz in Oberammergau.
1989/90 erfolgte eine umfangreiche Renovierung des Äußeren und Inneren der Kirche. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Ausgrabungen durchgeführt, die Aufschluss über die mittelalterlichen Bauten gaben.
Das Bauwerk besteht aus vier Bauteilen, die in einer Achse aufgereiht sind. Im Norden steht der 35 m hohe Turm. Über einem viereckigen Sockel erhebt sich ein achteckiger Aufsatz mit Glockenstube und Turmuhr, der einen mit Holzschindeln gedeckten Zwiebelhelm trägt. Nach Süden schließen sich das Langhaus und der Chor mit Apsis an, die ein gemeinsames Satteldach tragen. Südlich an die Apsis ist das niedrigere Sakristeigebäude angebaut.
Das Langhaus hat beidseitig je vier Rundbogenfenster, der Chor je zwei, über denen sich noch zwei ovale Fenster befinden. Die beiden Eingänge zum Langhaus liegen an der nördlichen Schmalseite auf beiden Seiten des Turms.
Das Innere der Kirche ist durch drei Stilrichtungen des 18. Jahrhunderts geprägt: den Barock in der Raumgestaltung und dem Deckenschmuck, das Rokoko in den Altären und der Kanzel sowie den Klassizismus in dem Chorgestühl und dem Taufsteinaufsatz.
Der Kirchenraum hat innen eine Gesamtlänge von 28,80 m. Das Langhaus und der daran anschließende Chor sind durch einen Triumphbogen voneinander getrennt. Das Langhaus ist 10,35 m breit, der Chor 7 m. Das Langhaus hat eine Höhe von 9,10 m. Langhaus und Chor haben beide ein gedrücktes Tonnengewölbe mit Stichkappen zu den Fenstern hin, das Langhaus mit vier Jochen, der Chor mit zwei. Das Gewölbe ist nicht gemauert, sondern aus einer Holzkonstruktion gebildet. Die Wände zwischen den Fenstern sind durch Pilaster gegliedert.
Fünf große Deckenfelder zwischen einander gegenüberliegenden Stichkappen (vier im Langhaus, eins im Chor) und acht Medaillons zwischen benachbarten Stichkappen (sechs im Langhaus, zwei im Chor) sind mit Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus bemalt. Ein weiteres Deckenfeld im Chor stellt den Heiligen Geist dar. Diese Freskenmalereien wurden von den Oberammergauer Malern Johann Jakob Würmseer und Sebastian Würmseer angefertigt. Die übrigen Teile des Gewölbes sind mit weißem Stuck in Form von Girlande, Blüten, Blättern, Muscheln usw. verziert, der teils auf weißem und teils auf pastellfarbenem (hellgelb, rosa) Untergrund aufgebracht ist. Stuckateur war Francesco Marazzi aus Como.
An der nördlichen Rückwand des Langhauses liegen zwei Emporen übereinander. Die Brüstung der unteren Empore ist mit drei Fresken von Franz Xaver Zwinck bemalt, an der oberen Empore ist das Orgelgehäuse angebracht.
Als Hochaltar wurde ursprünglich ein bereits 1696 für die alte Kirche angefertigter Altar verwendet. 1751–1761 wurde dieser durch einen neuen Altar ersetzt, der von dem Kleinkitzighofener Altarbauer Simon Ganter im Stil des Rokoko errichtet wurde. Das Altarbild zeigt Mariä Aufnahme in den Himmel. Über den Durchgängen seitlich des Altares stehen Figuren der Heiligen Anna und Joachim, der Eltern Marias. Auf beiden Seiten des Chorraums steht ein Chorgestühl aus dem Jahr 1799 im Stil des Klassizismus.
Rechts und links neben dem Übergang zwischen Langhaus und Chor stehen zwei Seitenaltäre von 1768/69, die wie der Hochaltar im Stil des Rokoko gehalten sind. Das linke Altarbild zeigt den Kirchenpatron St. Nikolaus, das rechte die Kreuzabnahme. Beide Altäre haben Tabernakel, neben denen Heiligenfiguren stehen, beim linken Altar Elisabeth und Barbara, beim rechten Altar die Apostel Johannes und Jakobus der Ältere.
An der linken Seitenwand ist die Kanzel angebracht, ebenfalls im Stil des Rokoko, zu der eine Treppe mit Brüstung hinaufführt. Ein vergoldetes Relief am Korb der Kanzel stellt Jesus und Johannes den Täufer als Kinder dar, drei Putten zeigen Symbole der göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Auf dem Schalldeckel steht eine Figur des Erzengels Michael. Der Kanzel gegenüber hängt an der rechten Seitenwand ein Kruzifix mit Schmerzensmutter aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Zur übrigen Einrichtung gehören ein barocker Taufstein mit klassizistischem Aufsatz, Figuren der Heiligen Johannes Nepomuk und Antonius von Padua aus dem 18. Jahrhundert und Figuren der Heiligen Augustinus und Nikolaus von Ignaz Degler, die noch von dem alten Hochaltar von 1696 erhalten geblieben sind.
Schon 1787 war die ursprüngliche Orgel durch eine neue ersetzt worden, die ihrerseits 1893 gegen eine zweimanualige Orgel mit zwölf Registern ausgetauscht wurde. Die heutige Orgel mit zwei Manualen und siebzehn Registern stammt von der Münchner Orgelbaufirma Franz März und wurde 1966 gefertigt. Das Orgelgehäuse ist an die Rokokoformen der Altäre angepasst.
In dem Glockenturm hängen vier Glocken. Zwei davon stammen noch aus dem 18. Jahrhundert. Die beiden anderen Glocken waren im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen worden und wurden durch zwei 1922 gegossene Glocken ersetzt. Den Zweiten Weltkrieg überstanden alle Glocken unversehrt, die abgegebenen Glocken kamen nach Kriegsende zurück.
Mit der Tonfolge E – Gis – H – Cis (große Terz, kleine Terz, große Sekund) entspricht das Glockengeläut der Geläutedisposition des Salve Regina.
47.61382711.028184Koordinaten: 47° 36′ 50″ N, 11° 1′ 41″ O

Lantbert von Lyon

Lantbert von Lyon (* um 625 in der Nähe von Thérouanne; † vermutlich 688 in Lyon; auch: Lambert von Fontenelle) war Abt von Fontenelle und Bischof von Lyon.
Die Lebensbeschreibung des Lantbert ist nur zum Teil überliefert und bricht mitten im Text ab.
In seiner Jugend diente Lantbert am Hofe des Merowingerkönigs Chlothar III., bevor er sich für ein religiöses Leben entschied. Er trat in das Kloster Saint-Wandrille ein und empfing von dessen Gründer Wandregisel die Tonsur. Auf seinem Sterbebett empfahl Wandregisel Lantbert oder Ansbert als seinen Nachfolger. Die Mönche des Klosters wählten daraufhin den älteren Lantbert, ohne dass es zu Konkurrenz oder Missgunst zwischen den beiden kam.
In den Wirren nach dem Tode von König Chlothar III. verhielt sich Lantbert als Abt neutral und konnte dem Kloster so reichhaltige Schenkungen durch den neuen König Childerich II. und der Königin Balthild sichern.
Nach seiner Zeit als Abt (668-677) war er Bischof von Lyon.
Sein Gedenktag (katholisch) ist der 14. April.

Asbury Park

Monmouth County
34-01960
Asbury Park ist eine Stadt im Monmouth County, Vereinigte Staaten und liegt am Atlantik. Nach der Volkszählung im Jahr 2010 leben dort 16.116 Personen.

Die Stadt erstreckt sich auf einem Gebiet von 4,1 km². 3,7 km² davon sind Land und 0,4 km² (10,62 %) sind Wasser.
Die bei der Volkszählung im Jahr 2000 ermittelten 16.930 Einwohner von Asbury Park lebten in 6.754 Haushalten; darunter waren 3.586 Familien. Die Bevölkerungsdichte lag mit 5.629 pro km² sehr hoch. Im Ort wurden 7.744 Wohneinheiten erfasst. Unter der Bevölkerung waren 15,77 % Weiße, 67,11 % Afroamerikaner, 0,32 % amerikanische Indianer, 0,70 % Asiaten und 6,56 % von anderen Ethnien; 5,53 % gaben die Zugehörigkeit zu mehreren Ethnien an.
Unter den 6.754 Haushalten hatten 31,0 % Kinder unter 18 Jahren; 39,4 % waren Single-Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße war 2,46, die durchschnittliche Familiengröße 3,36 Personen.
Die Bevölkerung verteilte sich auf 30,1 % unter 18 Jahren, 10,6 % von 18 bis 24 Jahren, 29,8 % von 25 bis 44 Jahren, 18,3 % von 45 bis 64 Jahren und 11,2 % von 65 Jahren oder älter. Der Median des Alters betrug 31 Jahre.
Der Median des Haushaltseinkommens betrug 23.801 $, der Median des Familieneinkommens 26.370 $. Das Prokopfeinkommen in Asbury Park betrug 13.516 $. Unter der Armutsgrenze lebten 40,1 % der Bevölkerung.

Asbury Park war einmal ein blühender Erholungsort an der Küste. Vom späten 19. Jahrhundert bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts war die Stadt bekannt als das Juwel am Jersey Ufer. 1916 erlitt die vom Badetourismus abhängige Stadt jedoch einen Rückschlag, als während der Haiangriffe an der Küste von New Jersey (1916) viele Touristen die Strände und Badeorte mieden.
In den siebziger Jahren war Asbury Park neben vielen anderen Städten in New Jersey Ort von Rassenunruhen. Dieses veranlasste viele Bewohner, die Stadt zu verlassen. In den Folgejahren verließen auch viele Geschäfte die Stadt. In den vergangenen Jahren gab es ein Wiederaufleben des Immobilienmarktes. Insbesondere die Strandpromenade profitiert hiervon.
Asbury Park wurde insbesondere 1973 bekannt, nachdem Bruce Springsteen sein erstes Album Greetings from Asbury Park, N.J. veröffentlichte.
Im Film Dogma von Kevin Smith nahm Gott die Gestalt eines alten Mannes an, um Skee ball in Asbury Park zu spielen.
Der Film City by the Sea (2002) mit Robert De Niro wurde an verschiedenen Lokalitäten um Asbury Park herum gedreht, obgleich der Film wirklich in Long Beach, New York spielte. Andererseits spielte der Film Dark Ride (2006) mit Jamie-Lynn Sigler in Asbury Park, obgleich er wirklich in Los Angeles, Kalifornien gefilmt wurde. Asbury Park ist zentraler Handlungsort in David Morrells Thriller Creepers (2005).

Kanton Belle-Île

Der Kanton Belle-Île (bretonisch Kanton Ar Gerveur) war bis 2015 eine französische Verwaltungseinheit im Arrondissement Lorient, im Département Morbihan und in der Region Bretagne. Sein Hauptort war Le Palais. Letzter Vertreter im Generalrat war von 2001 bis 2015 Yves Brien.
Der Kanton Belle-Île umfasste vier Gemeinden:
Auray • Gourin • Grand-Champ • Guer • Guidel • Hennebont • Lanester • Lorient-1 • Lorient-2 • Moréac • Muzillac • Ploemeur • Ploërmel • Pluvigner • Pontivy • Questembert • Quiberon • Séné • Vannes-1 • Vannes-2 • Vannes-3
Allaire | Auray | Baud | Belle-Île | Belz | Cléguérec | Elven | Le Faouët | La Gacilly | Gourin | Grand-Champ | Groix | Guémené-sur-Scorff | Guer | Hennebont | Josselin | Lanester | Locminé | Lorient-Centre | Lorient-Nord | Lorient-Sud | Malestroit | Mauron | Muzillac | Ploemeur | Ploërmel | Plouay | Pluvigner | Pontivy | Pont-Scorff | Port-Louis | Questembert | Quiberon | La Roche-Bernard | Rochefort-en-Terre | Rohan | Saint-Jean-Brévelay | Sarzeau | La Trinité-Porhoët | Vannes-Centre | Vannes-Est | Vannes-Ouest

Gabriele Bärtels

Gabriele Bärtels (* 1959) ist eine deutsche Autorin und Journalistin.

Seit 1998 veröffentlicht sie Reportagen, Porträts, Essays, Glossen, unter anderem in Cicero, der Süddeutschen Zeitung, dem Tagesspiegel, der Berliner Zeitung, der Welt, der Wochenzeitung Die Zeit, der Frankfurter Rundschau, Spiegel Online, dem österreichischen Wochenmagazin News und SIE+ER aus der Schweiz. Außerdem publiziert sie in Frauenzeitschriften wie Brigitte, Elle, Marie Claire, dem Lifestyle-Magazin Cosmopolitan, der Illustrierten Petra und anderen Frauenmagazinen. Sie übersetzte drei Romane aus dem Englischen.
Im Jahr 2002 erschien ihr Buch Homme Bizarre, eine Sammlung von Lebensgeschichten, im Maas-Verlag. Von 2004 bis 2007 gab Gabriele Bärtels FRIDA, ein Online-Frauenmagazin, heraus.
Gabriele Bärtels lebt und arbeitet in Berlin.
Für ihre Kurzgeschichten gewann sie mehrere Literaturpreise. Für die Übersetzung aus dem Englischen von Gier von Gary Disher erhielt sie den Deutschen Krimipreis 2000. Als Herausgeberin des Online-Frauenmagazins FRIDA, das bis August 2007 erschien, erhielt sie 2005 den Alternativen Medienpreis.
Im Dezember 2006 erhielt sie für das Porträt eines freiwilligen Straßenkehrers im Tagesspiegel den Journalistenpreis „Bürgerschaftliches Engagement“ der Robert Bosch Stiftung. Für die Kurzgeschichte Alles wie immer war sie unter den Nominierten für den Agatha-Christie-Krimipreis 2006. Im selben Jahr wurde sie im Februar für den Medienpreis Goldener Prometheus nominiert.

Schatz von Ur

Der sogenannte Schatz von Ur ist ein Hortfund, der im präsargonischen Tempelpalast von Mari gemacht wurde, der unter der südöstlichen Ecke des späteren Zimri-Lim-Palastes liegt.
Der Hortfund befand sich in einem perfekt erhaltenen schlichten Tongefäß. In diesem Gefäß fanden sich neben frühdynastischen Zylindersiegeln auch ein sogenannter Anzu-Vogel aus Lapislazuli und Gold, weibliche Statuetten aus Kupfer und Elfenbein, eine längliche Perle mit der Inschrift Mesanepadas, eines Königs von Ur, sowie Karneolperlen mit eingeätzten Mustern, wie sie zu jener Zeit vermutlich in Städten der Indus-Kultur produziert wurden. Wegen dieser Inschrift nannte André Parrot den Fund „Schatz von Ur“.
Während der Philologe Georges Dossin annahm, dass der Hort als ein Geschenk des Mesanepada an den Herrscher Maris in die Stadt gelangte, interpretierte sein Kollege Soden die Objekte als eine Zusammenstellung von Objekten, die vom Herrscher Maris nach Ur übersandt werden sollten. Beide Ansichten müssen als veraltet betrachtet werden.

Santana Gohain

Santana Gohain (* 1969) ist eine zeitgenössische indische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Baroda.

Santana Gohain studierte Print-making am College of Arts and Crafts in Assam und absolvierte ihr Postgraduales Diplom in Print-making an der Faculty of Fine Arts, Baroda, mit Auszeichnung. Dort arbeitete sie an Druckgrafik-Workshops mit dem spanischen Künstler Joaquin Capa sowie an Skulptur-Workshops mit dem französischen Professor Jean-Louis Raymond. Darüber hinaus nahm die abstrakte Künstlerin an verschiedenen Art Camps in Indien teil. Außerdem wurden ihre Arbeiten international ausgestellt.
Santana Gohain arbeitet in ihren Werken fast immer mit unterschiedlichen Medien und Werkstoffen, wie zum Beispiel Kreide, Graphit und Papier. Über ihre Arbeit sagte sie: “Works are not only paintings, working on the surfaces is very sculptural. I use graphite like clay”. („Werke sind nicht nur Gemälde, an der Oberfläche zu arbeiten, ist sehr skulpturell. Ich benutze Graphit wie Schlamm.“, Santana Gohain, 2008) Im Dezember 2007 wurde Santana Gohain der Prix de la ville de Sarcelles im Rahmen der Biennale de la Gravure in Sarcelles, Frankreich, verliehen.
Gohain nahm seit 1994 an verschiedenen Gruppen-Ausstellungen weltweit teil, zum Beispiel in San Francisco, New Jersey, Mumbai, Bangalore, Nagpur, Baroda, Chandigarh und Bhopal.

Olexandr Abramenko

Olexandr Abramenko (ukrainisch Олександр Абраменко; * 4. Mai 1988 in Perwomajsk, Ukrainische SSR) ist ein ukrainischer Freestyle-Skier. Er startet in der Disziplin Aerials (Springen).

Abramenko startete erstmals im März 2004 im Europacup in Lenzerheide und belegte dabei den sechsten Rang. Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2005 in Ruka kam er auf den 25. Platz. Sein Weltcupdebüt hatte er im Januar 2006 in Mont Gabriel und errang dabei den 18. Platz. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 2006 in Turin belegte er den 27. Rang. Im März 2006 holte er bei den Juniorenweltmeisterschaften in Krasnoe Ozero die Silbermedaille. Im folgenden Jahr kam er bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2007 in Madonna di Campiglio auf den 14. Rang. In der Saison 2007/08 erreichte er mit dem zehnten Rang in Lake Placid seine erste Podestplatzierung im Weltcup. Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2009 in Inawashiro wurde er Fünfter. Im folgenden Jahr belegte er bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver den 24. Platz. In der Saison 2010/11 holte er in Bukovel zwei Siege im Europacup und erreichte damit den dritten Platz in der Aerials-Disziplinenwertung. Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2011 im Deer Valley wurde er Siebter. In der Saison 2011/12 erreichte er mit dem dritten Platz in Voss und dem zweiten Rang in Minsk seine ersten Podestplatzierungen im Weltcup und beendete die Saison auf dem siebten Platz im Aerials-Weltcup. Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2013 in Voss errang er den sechsten Platz. Zu Beginn der Saison 2013/14 holte er in Ruka seinen dritten Sieg im Europacup. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi kam er auf den sechsten Platz. In der Saison 2014/15 kam er bei vier Weltcupteilnahmen viermal unter die ersten Zehn. Dabei errang er im Deer Valley den dritten Platz und holte in Minsk einen ersten Weltcupsieg. Beim Saisonhöhepunkt den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg wurde er Zehnter. Die Saison beendete er auf dem sechste Rang im Aerials-Weltcup. In der folgenden Saison errang er im Weltcup zweimal den dritten und einmal den zweiten Platz und gewann damit den Aerials-Weltcup. Zudem belegte er den sechsten Platz im Gesamtweltcup.
Abramenko nahm bisher an 57 Weltcups teil und kam dabei 34-mal unter die ersten Zehn. Im Europacup errang er bisher 6 Podestplatzierungen, darunter 3 Siege (Stand: Saisonende 2015/16).
Abramenko erreichte im Weltcup 7 Podestplätze, davon 1 Sieg: