Salvatore Boccaccio

Salvatore Boccaccio (* 18. Juni 1938 in Rom; † 18. Oktober 2008 in Frosinone) war römisch-katholischer Bischof des Bistums Frosinone-Veroli-Ferentino.
Salvatore Boccaccio trat 1950 in das Päpstliche Römische Priesterseminar ein und studierte Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität, wo er auch in Religionssoziologie promoviert wurde. Er empfing am 9. März 1963 die Priesterweihe für das Bistum Rom durch Luigi Kardinal Traglia. Von 1963 bis 1978 war er Pfarrer in einigen wichtigen römischen Pfarreien, von 1968 bis 1973 unterrichtete er Religion an verschiedenen Schulen in Stadtteilen Roms, die Probleme mit Jugendkrawallen hatten. Von 1975 bis 1983 war er im Status eines Vikars zuständig für die Università Cattolica del Sacro Cuore, von 1978 bis 1983 zudem für die Opera Romana Pellegrinaggi. Von 1983 bis 1987 war er Pfarrer der römischen Großgemeinden Santa Brigida und San Luca.
Er wurde 1987 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof im Bistum Rom bestellt und zum Titularbischof von Ulpiana ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 7. Dezember 1987 der Generalvikar von Rom Ugo Kardinal Poletti in der Lateranbasilika; Mitkonsekratoren waren Erzbischof Ennio Appignanesi und sein Amtsvorgänger Weihbischof Plinio Pascoli. Er war als Bischofsvikar zuständig für den Norden Roms. 1992 wurde er zum Koadjutorbischof des Bistums Sabina-Poggio Mirteto bestellt und nach dem Tod von Nicola Rotunno zum Bischof von Sabina-Poggio Mirteto ernannt. Neben vielen Mandaten war er unter anderem Mitglied der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs sowie der Kommission „Sport, Tourismus und Freizeit“ der Chiesa cattolica in Italia.
Seit 1999 war er Bischof des Bistums Frosinone-Veroli-Ferentino. Aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen wurde ihm im Juli 2008 Ambrogio Spreafico als Koadjutor an die Seite gestellt.
Salvatore Boccaccio pilgerte im Juni 2005 nach Međugorje.

Paul von Breitenbach

Paul Justin von Breitenbach (* 16. April 1850 in Danzig; † 10. März 1930 in Bückeburg) war ein deutscher Minister. Er war Minister der öffentlichen Arbeiten in Preußen, unter anderem zuständig für die Preußischen Staatseisenbahnen sowie auch maßgeblich an der Entstehung der Berliner U-Bahn beteiligt.

Paul von Breitenbach wuchs in Danzig mit sechs Geschwistern auf und besuchte das Gymnasium. Sein Vater war Rechtsanwalt und Justizrat in Danzig. Ein Bruder fiel 1871 im Deutsch-Französischen Krieg bei Rouen.
Breitenbach war mit Christina Johanna Elvira von Breitenbach verheiratet. Ihr Sohn Gerhard von Breitenbach war von 1924 bis 1934 Landrat des Landkreises Limburg. Seine Tochter Erica war mit dem Diplomaten Heinrich von Kaufmann-Asser verheiratet, der 1933 aus rassistischen Gründen entlassen wurde.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Berlin und Leipzig wurde er 1873 Gerichtsreferendar in Berlin, 1877 Gerichtsassessor. 1878 wechselte er in die Königlich-Preußische Eisenbahnverwaltung. Nach seiner Tätigkeit in Hannover und Breslau war er ab 1884 verantwortlich beim Ausbau und Betrieb der Eisenbahnstrecke Hamburg – Berlin beteiligt. Von 1893 bis 1895 war Breitenbach Direktor des Eisenbahn-Betriebsamtes zunächst wieder in Hannover, dann in Altona. 1896 wurde er Beauftragter des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten in Mainz. Im Jahr darauf rückte er ebenda auf den Präsidentensessel der neuen preußisch-hessischen Eisenbahndirektion, die unter seiner Führung aus dem Zusammenschluss der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahn entstanden war. 1903 zog Breitenbach nach Köln, wo er den Posten eines Präsidenten der Königlichen Eisenbahndirektion übernahm.
Von hier berief ihn Reichskanzler Bernhard von Bülow am 14. Mai 1906 zum Minister der öffentlichen Arbeiten sowie am 21. Mai 1906 zum Leiter des Reichseisenbahnamtes, deren beide Posten er bis 13. November 1918 innehatte. In dieser Zeit war er auch Vorsitzender des Reichsamts für die Verwaltung der Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen. Von 22. Mai 1916 bis 19. November 1917 war Breitenbach daneben Vizepräsident des Staatsministeriums. Seine politische Haltung illustriert ein Zitat vom 5. Oktober 1918:
„Breitenbach will möglichst bald ausscheiden, denn er kann die Radikalisierung […] der Regierung nicht mitmachen. Vor dem Kriege war er der schärfste Gegner der SPD und seit 1914 musste er ihr Eindringen […] in die Eisenbahnarbeiterschaft dennoch dulden. Jetzt ist er aber nicht bereit, einer sich jetzt entwickelnden universalen Gültigkeit eines Arbeitskammergesetzes zuzustimmen. Nur durch Rücktritt ist ein hierin liegender Konflikt zwischen dem Reich und Preußen zu verhindern.“
Am 8. November 1918 reichte Breitenbach sein Rücktrittsgesuch ein und ging schließlich am 13. November desselben Jahres in Pension.
Paul von Breitenbach spielte eine zentrale Rolle beim Bau der Berliner U-Bahn, vor allem der Linie zwischen der westlichen Innenstadt und Dahlem (heutige Linie U3).
Der König von Württemberg ehrte Breitenbach 1908 mit der Verleihung des Großkreuzes mit der Krone des Friedrichs-Ordens.
Am 27. Januar 1909 wurde er von Kaiser Wilhelm II. in den Adelsstand erhoben, 1913 erhielt er den Orden vom Schwarzen Adler.
In seinem Beisein wurden 1913 der damalige Rastatter Platz an der Grenze zwischen Wilmersdorf, Dahlem und Steglitz in Breitenbachplatz nach ihm benannt und der darunter liegende U-Bahnhof Breitenbachplatz eröffnet.
1928 wurde eine Bronzebüste des Bildhauers August Kraus im Sitzungssaal der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn aufgestellt.
Auch die Breitenbachstraße im Berliner Ortsteil Borsigwalde wurde nach ihm benannt, ebenso die Zufahrtsstraße zum ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Krefeld im Stadtteil Oppum. Weitere Breitenbachstraßen gibt es in Frankfurt am Main (in Nähe der Main-Weser-Bahn in Bockenheim), Köln (in Nähe des Rangierbahnhofs Gremberg), Mönchengladbach und Wiesbaden (beide in Nähe des jeweiligen Hauptbahnhofs).

Nüdlingen

Nüdlingen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen.

Nüdlingen liegt in der Region Main-Rhön, etwa 3 km nord-östlich von Bad Kissingen.
Nüdlingen gliedert sich in fünf Ortsteile:
Es gibt die Gemarkungen Haard und Nüdlingen.
Die erste bekannte Erwähnung von Nüdlingen erfolgte im Jahr 772 als „Hnutilingen“ im Zusammenhang mit der Schenkung eines Priesters namens Burgarad an das Kloster Fulda. Die Urkunde ist nicht mehr im Original, jedoch durch eine um 830 von Rabanus Maurus angefertigte Abschrift erhalten, die sich wiederum durch den Codex Eberhardi erhalten hat. Die Ortsnamensendung „-ingen“ deutet auf einen alemannischen Ursprung hin.
Weitere Schenkungen im Ortsgebiet waren jene durch Altmann und Reginhilt an die Gründung des Hl. Bonifatius (803), durch Vuhmut und seinen Sohn Eribo an die Abtei (807), durch Leitrat an das Kloster Fulda (811), durch Rantpraht und seine Frau Scafhilt an das monasterium S. Salvatoris (841), durch Engilhart an die freie Rechtsabtei (ebenfalls 841) und schließlich durch Eggibrath und seine Frau Nuvvirat an das Kloster Fulda (842).
Der Ort war seit 1032 im Besitz der Grafen von Henneberg. Deren Graf Hermann I. errichtete im Jahr 1242 in Nüdlingen die Burg Hunberg als Gegenburg zur Reiterswiesener Burg Botenlauben, die seit 1234 dem Würzburger Bischof Hermann I. von Lobdeburg gehörte. Der Bischof verlangte von Hermann I. den Abriss der Burg Hunberg. Durch die Weigerung Hermanns I., der Forderung nachzukommen, kam es zu einer kämpferischen Auseinandersetzung zwischen dem Bischof und den Hennebergern, wobei letztere vom Abt von Fulda unterstützt wurden. Obwohl Bischof Hermann I. von Lobdeburg unterlag, musste die Burg Hunberg im Rahmen eine Vergleiches abgerissen werden.
Im Verlauf dieser Jahrhunderte hatte Nüdlingen mehrere Katastrophen zu überstehen, so Misswachs und Krankheiten im Jahr 1171, Überschwemmungen durch starken Schneefall im Jahr 1179, Hungersnöte (1191 und 1192), Zerstörung der Ernte durch Hagelschlag (1195), Vernichtung der Rebstöcke (1219), Krankheiten im Jahr 1257 und eine Pestepidemie im Jahr 1312.
Nüdlingen wurde seelsorgerisch zunächst vom Kleinbracher Kloster Brachau (heute St. Dionysius) aus betreut. Der Standort eines möglichen Kirchenbaus zu dieser Zeit ist unbekannt, lag aber möglicherweise im nördlichen Teil von Nüdlingen, wo sich auch der erste Pfarrhof befand. Eine eigene Nüdlinger Pfarrei gab es zu dieser Zeit noch nicht. In den Jahren 1133 bis 1135 erfolgte eine Angliederung an die Pfarrei Kissingen. Die schlechten Wegverbindung nach Kissingen machte im Jahr 1384 die Entstehung eines beneficium non curatum in Nüdlingen erforderlich, wobei der Nüdlinger Pfründebesitzer für die Gottesdienste zuständig war und die Seelsorge weiterhin vom Kissinger Pfarrer ausgeübt wurde.
Im Jahr 1394 verkaufte Herzog Schwandibor von Stettin Nüdlingen an das Hochstift Würzburg, das den Ort im Jahr 1434 wieder an die Henneberger veräußerte. In der Folgezeit war Nüdlingen mehreren Besitzerwechseln zwischen dem Hochstift und den Hennebergern unterworfen. Ab 1502 gehörte der Ort wieder zum Hochstift Würzburg.
Im Jahr 1453 wurde Nüdlingen selbstständige Pfarrei. Da am 22. Februar 1590 Haard nach Nüdlingen eingepfarrt wurde, was ein größeres Kirchengebäude erforderte, entstand um 1600 am Standort der alten Burg in der Mitte Nüdlingens die neuromanische St.-Kilian-Kirche, die unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn bereits 1615 erweitert wurde.
Im Rahmen der Schlichtung eines Streits zwischen der Familie von Bibra und dem Würzburger Kloster St. Stephan durch Burcardus, Abt des Klosters Aura, und den Würzburger Amtmann Ludwig von Hutten verpflichtete sich die Gemeinde Nüdlingen im Jahr 1494 zur Bullenhaltung; die Bullen wurden von der Gemeinde verpachtet. Auf Grund der gestiegenen Kosten übernahm die Gemeinde die Zuchttierhaltung nach dem Ersten Weltkrieg ganz.
Im 17. Jahrhundert wurde die 1617 vom Augustinerorden in Würzburg gegründete Sebastianibruderschaft in Nüdlingen ansässig. Die wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandene Feldkapelle, an der auch der Gedenktag des Hl. Sebastian begangen wurde, wurde im Jahr 1691 unter Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg im neuromanischen Stil zur Sebastianikapelle umgebaut.
Der Bauernaufstand von 1525 hinterließ in Nüdlingen wenig Spuren, da es in Nüdlingen kein Kloster gab und die Hunburg nicht mehr existierte. Während im Jahr 1641 im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges etwa 150 Häuser in Nüdlingen gebrandschatzt wurden, ist über die Folgen der Pestepidemien von 1611 sowie 1667/68 wenig bekannt. Die Informationen über die Kriegsereignisse und Pestepidemien dieser Zeit sind durch die Brände des Pfarrarchivs von 1641 und 1669 verloren gegangen.
Im Jahr 1594 erfolgte eine Überarbeitung der Nüdlinger Dorfordnung; der örtliche Schulmeister und Gerichtsschreiber Memellus von Mellrichstadt fasste die neuen Bestimmungen schriftlich zusammen.
Die Burg im ehemaligen Hochstift Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1805 Erzherzog Ferdinand III. Joseph Johann Baptist von Habsburg-Lothringen-Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Bereits 1804 kamen Nüdlingen (bis dahin zur Amtskellerei Kissingen gehörend) und Haard (bis dahin zur Amtskellerei Aschach gehörend) zum Landgericht Münnerstadt.
Um 1800 entstand an der Ostseite des Torturmes das erste Nüdlinger Schulhaus. Zur gleichen Zeit wurde die St.-Kilian-Kirche ein weiteres Mal erweitert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbesserte sich Nüdlingens Verkehrsanbindung durch den Bau einer Poststraße von Kissingen nach Münnerstadt durch Nüdlingen (1825) sowie wenig später einer Verbindung nach Rannungen und nach Aschach und Fulda. Dies ermöglichte für die Einwohner von Nüdlingen beispielsweise einen besseren Absatz ihrer Waren durch den florierenden Kurbetrieb in Kissingen.
Eine am 1. Mai 1849 durchgeführte Schulvisitation bescheinigte sowohl der Mädchen- als auch der Knabenschule ausgezeichnete Ergebnisse; Nüdlingen gehörte zu den besten der 24 geprüften Gemeinden.
1858/59 fand eine erneute Erweiterung der St.-Kilian-Kirche statt, die durch ein 1775 ins Leben gerufene und 1856 durch die Geschwister Katharina und Barbara Hein erweiterte Stiftung finanziert wurde.
Vom Nüdlinger Pfarrer Michael Erhard stammt ein ausführlicher Bericht über die Geschehnisse im Ort im Rahmen des „Deutschen Krieges“ von 1866. So war in Nüdlingen ein Bataillon des bayerischen 5. Inf.-Regiments einquartiert. Als sich in Nüdlingen die Nachricht über das Anrücken der preußischen Truppen verbreitete, wollten die jungen Männer des Ortes fliehen, um nicht von den preußischen Truppen zum Kriegsdienst eingezogen zu werden, konnten aber von Pfarrer Erhard überzeugt werden, zu bleiben. Am Mittag des 10. Juli rückten die Preußen unter Falkenhain, Manteufel und Baier nach Nüdlingen vor, woraufhin die Einwohner in den Wald flüchteten. Der in Winkels am Standort des heutigen „Zoller-Gedenksteins“ verwundete königlich bayerische Generalleutnant Oskar von Zoller wurde in das Nüdlinger Pfarrhaus verbracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag. Die noch in Nüdlingen anwesenden bayerischen Soldaten wurden von den Einwohnern mit Proviant versorgt. Bis zum frühen Morgen des 11. Juli standen sich Bayern und Preußen um Nüdlingen herum gegenüber. Um 3 Uhr früh verließen die letzten Nüdlinger den Ort. Um 5 Uhr zogen die Preußen durch Nüdlingen; am Abend kehrten die Nüdlinger wieder zurück. Die Preußen hatten im Ort nur wenige Häuser zerstört, in den Feldern jedoch größere Verwüstungen hinterlassen und die gesamte Ernte vernichtet. Auf dem gesamten Schlachtfeld zwischen Nüdlingen und Kissingen befanden sich Leichen von Pferden und Soldaten, Ausrüstungsgegenstände und Patronenhülsen. Innerhalb des Nüdlinger Gebiets fielen 23 Bayern und 20 Preußen.
Aus Dankbarkeit darüber, dass Nüdlingen im „Deutschen Krieg“ nicht zerstört wurde, errichtete Pfarrer Erhard im Jahr 1867 eine Madonnenstatue vor dem zweiten, 1862/63 errichteten Schulgebäude. Im Jahr 1873 entstand unter dem Namen Militär- und Kampfgenossenverein die Kriegerkameradschaft Nüdlingen, die im Jahr 1894 neben dem Schulhaus das erste Kriegerdenkmal des Ortes errichtete.
Mit Beschluss vom 19. Mai 1867 führte der Gemeinderat eine Neuregelung der Frondepflicht durch; eine Ergänzung erfolgte am 21. Februar 1870. Ein Gemeinderatsbeschluss vom 30. Dezember 1872 regelte die Entlohnung von Gemeindediensten.
Ein Brand im Ort zerstörte im Jahr 1867 10 Gebäude und führte zur Gründung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1869 durch eine Versammlung von etwa 40 Nüdlingern. Zuvor hatte jeder Bürger einen Ledereimer vorrätig zu halten und bei der Bekämpfung von Bränden mitzuhelfen, was sich aber organisatorisch und auf Grund von mangelnder Einsatzbereitschaft als ineffektiv erwies.
Durch eine Trockenheit kam es im Jahr 1893 zu einer Missernte, die zur Notschlachtung von Vieh und sinkenden Fleischpreisen führte. Die Notlage führte noch im gleichen Jahr zur Gründung der Raiffeisenkasse von Nüdlingen. Die Notsituation besserte sich wieder durch ertragreichere Ernten in den Folgejahren.
Im Jahr 1896 stellte der Nüdlinger Bürger Barthel Kiesel der Gemeinde sein Wohnhaus mit Nebengebäuden und Hof zur Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt zur Verfügung. Die Leitung sollten geistliche Ordensschwestern, möglicherweise von der Würzburger Kongregation der Schwestern des Erlösers, übernehmen. Das von Barthel Kiesel in diesem Zusammenhang zur Verfügung gestellte Vermögen wurde durch Schenkungen einer anonymen Spenderin ergänzt.
Zur gleichen Zeit wurde das alte Kindergartengebäude unter dem neu gegründeten St.-Johannis-Verein auf Grund der sich verändernden Anforderungen durch einen Neubau ergänzt.
Am 29. Juni 1907 wurde der Beschluss zum bereits 1903 angedachten Neubau des Schulgebäudes gefällt, der durch Mittel des Schulbaufonds und aus dem Reservefonds der Gemeindekasse finanziert wurde. Die Einweihung der unter dem Bad Kissinger Architekten Carl Krampf errichteten Schulgebäudes erfolgte im Oktober 1910.
Im Jahr 1911 entstanden der Schützenverein und der Turn- und Sportverein.
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurden die Rebpflanzen, die in Form von Weinbau wesentlich zu den wirtschaftlichen Verhältnissen in Nüdlingen beitrugen, von Rebläusen befallen und mussten durch andere Kulturen ersetzt werden. Auf Grund der ablehnenden Haltung der Bürger gegen den Bau einer Wasserleitung wurden die Brunnen der Gemeinde auf Grundlage eines Gutachtens des Würzburger Chemikers Dr. Hingerling mit Gemeindebeschluss vom 21. August 1910 tiefer gebohrt und verdichtet.
Auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit im Ort nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges beantragte die organisierte Arbeiterschaft die Ausführung von Notstandsarbeiten. Der Antrag wurde am 30. Dezember 1914 zunächst abgelehnt; die Gemeinde verwies in ihrer Begründung auf den damaligen Wohlstand des Ortes. Notstandsarbeiten setzten im Ort aber später ein, wie im Wegebau und bei der Anlage von Kulturen; sie endeten im Jahr 1926. Ebenfalls mit Verweis auf den Reichtum der Gemeinde erschien es der Gemeinde als aussichtslos, beim Reich einen Zuschuss zur Arbeitslosenunterstützung zu beantragen. Die Gemeinde unterstützte bedürftige Bürger nicht mit Geld-, sondern mit Sachleistungen in Form von Brot, Kartoffeln und Holz. Vor der im Jahr 1917 durchgeführten Beschlagnahmung der Kirchenglocken blieb lediglich die Marienglocke verschont. Ende 1919 wurden die aus dem Krieg heimgekehrten Nüdlinger Bürger mit einer Begrüßungsfeier geehrt. 65 Männer aus dem Ort waren gefallen.
Am 1. Mai 1920 wurde die fünfte Schulstelle im Ort besetzt. Im selben Jahr wurden die Kirchenglocken ersetzt sowie am 9. April 1920 eine siebenpferdige Dampflokomotive mit einer sechspferdigen Dreschmaschine angeschafft. Nach einer Abstimmung der Bürgerversammlung vom 3. April 1921 mit 361 zu 36 Stimmen beschloss die Gemeinde am 7. April 1921 den Bau eines Elektrizitätswerks unter der Oberaufsicht von Ing. Fenn von der bayer. Zentral-Darlehenskasse München, Zweigniederlassung Würzburg, Elektrizitätsabteilung. Stromdiebstahl wurde mit einer Konventionalstrafe von 1.000 Mark und einer Anzeige geahndet.
Im Dezember 1921 wurde die alte Kirchturmuhr, die nur ein Zifferblatt an der Nordseite des Turmes hatte und zudem jeden Tag neu aufgezogen werden musste, durch eine neue Kirchturmuhr mit vier Zifferblättern ersetzt.
Ab 1922 verschlechterte sich durch die Geldentwertung die finanzielle Situation Nüdlingens. Auch der Verkauf von Kriegsanleihen sowie sämtlicher Pfandbriefe verlor durch die Inflation von 1923 seine Wirkung. Im Jahr 1924 hatte die Gemeinde Schwierigkeiten, ihre Bediensteten zu bezahlen; der geplante Bau der Wasserleitung musste bis 1935 zurückgestellt werden.
Im Jahr 1924 machte die Kirchenverwaltung ein Mitbenutzungsrecht an den Räumlichkeiten der 1. Schule geltend, da der 1. Lehrer von Nüdlingen auch als 1. Heiligenmeister beziehungsweise 1. Kirchendiener sowie als Organist tätig war. Es kam zu einem Kompromiss, in dessen Rahmen die Gemeinde sich verpflichtete, die St.-Kilians-Kirche unentgeltlich mit elektrischem Licht zu versorgen sowie jährlich 100 Goldmark an die Kirchenkasse zu zahlen, und die Kirchenverwaltung auf ihren Mitbenutzungsanspruch an der 1. Schule verzichtete.
Bedingt durch die sich bessernde Wirtschaftslage zwischen 1925 und 1927 konnte die Gemeinde am 21. Januar 1925 die Errichtung eines eigenen Brauhauses in Nüdlingen beschließen und im Jahr 1927 das alte, inzwischen unzureichend gewordene Kindergartengebäude in der Rochushöhle durch einen Neubau in der Wermerichstraße ersetzen.
Im Jahr 1927 entstand eine Kraftpostlinie, die von Bad Kissingen über Nüdlingen und Münnerstadt nach Großwenkheim führte.
Im Jahr 1928 wurden die drei schadhaften Prozesskirchlein an der Ümpfing-, der Brunn- und in der Kapellenstraße instandgesetzt; zwanzig Jahre später mussten die Kapellchen in der Ümpfing- und der Brunnstraße wegen erneuter Schäden abgerissen werden. Im Jahr 1929 fand eine Instandsetzung des Tor- oder Schulturms, des Rests des einstigen Castrums, statt. Im Jahr 1930 musste die Verbindungsstraße nach Haard wegen ihres desolaten Zustandes erneuert werden. Der Bau einer neuen Ortsstraße zwischen der Hauptstraße und der Neubaustraße sowie der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Nüdlingen und Hausen im Jahr 1932 wurden wegen der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage als Notstandsarbeiten durchgeführt.
Zu Beginn der Zeit des „Drittes Reiches“ wurden Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg am 10. Mai 1933 zu Ehrenbürgern von Nüdlingen ernannt. Eine Mehrheit von konservativen Gemeinderäten im Gemeinderat verhinderte aber die Benennung aller Straßen Nüdlingens nach NS-Führern, so dass lediglich die Ortsdurchfahrt nach Hitler und die neue Straße zwischen Hauptstraße und Neubaustraße nach Hindenburg benannt wurden.
Bis auf ein Gemeinderatsmitglied, das bereits Parteigenosse war, wurden alle Gemeinderatsmitglieder durch neun NS-treue Gemeinderäte ersetzt. Der Antrag dieses neu zusammengesetzten Gemeinderates vom 20. Oktober 1933, Pfarrer Zufraß zu versetzen, scheiterte jedoch, als dieser nach einer kurzen freiwilligen Abwesenheit in Nüdlingen blieb.
In den Jahren 1935 und 1938 mussten in der St.-Kilian-Kirche Schäden beseitigt werden, die durch Sporenbildung des Milchpilzes entstanden waren. In der Zwischenzeit fanden zahlreiche Instandsetzungsarbeiten an der Innenausstattung der Kirche statt. Die Kirchenstiftung scheiterte am 19. September 1935 mit ihrem an die Gemeinde gerichteten Antrag auf finanzielle Unterstützung, da die Gemeinde bereits 6.000 Reichsmark für die Verbreiterung der Ortsdurchfahrt aufwenden musste. Im Rahmen dieser Verbreiterung der Ortsdurchfahrt wurde der vor dem Anwesen Josef Emmert, 163 1/3, befindliche Bildstock von 1595, der älteste Bildstock des Ortes, durch die Bildhauer Karl Hümmler und Ignaz Koch in Stand gesetzt und an den Aschacherweg versetzt. Der bereits 1907 angedachte Bau einer Wasserversorgungsanlage, der dann aber am Widerstand der Bevölkerung, dann am Ausbruch des Ersten Weltkrieges und schließlich an der Inflation von 1923 scheiterte, wurde am 2. März 1933 beschlossen und am 30. April 1934 begonnen. Am 26. Mai 1935 konnte die Wasserleitung eingeweiht werden. Da die Gemeinde im Jahr 1937 an der Flurgrenze Rottershausen ein Stück Gemeindewald mit guter Bodenqualität für die Errichtung einer Muna abtreten musste, erhielt sie eine Entschädigung von insgesamt 1.000 Reichsmark pro Hektar.
Mit Beschluss vom 24. März 1938 wurde das alte, ursprünglich als Bauernhaus angelegte Rathaus durch einen Neubau ersetzt, der den sich wandelnden Ansprüchen beispielsweise durch die steigende Einwohnerzahl gerecht werden sollte. An der Errichtung des Rathauses in der Ortsmitte an der B 287 waren gänzlich Firmen aus Nüdlingen beteiligt. Die Kosten in Höhe von 100.000 Reichsmark wurden mit der Entschädigung finanziert, die die Gemeinde für die Abtretung des Waldgrundstücks im Rahmen der Errichtung der Muna erhalten hatte. Weiterhin diente die Entschädigung zur Tilgung von Restschulden für die 1935 errichtete Wasserleitung, für den Bau eines Zuchttierstalls in der Haardstraße, eines Jugendheimes am Wurmerich sowie zweier Brücken innerhalb des Ortsgebiets.
Im Jahr 1938 wurde eine neue Zuchttierstallung errichtet, da der schlechte Zustand der alten Stallungen die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche im Ort begünstigt hatte. Ein am 28. Februar 1939 beschlossener Bebauungsplan zur Errichtung einer Wohnsiedlung kam jedoch nicht zur Ausführung.
Die ersten Monate des Zweiten Weltkrieges bis zum Februar 1940 waren durch außerordentlich kalte Temperaturen geprägt, die einen Großteil der Ernte vernichteten. Die plötzlich eintretende Schwüle im März führte am 15. März 1940 zu einem Gewitter mit Sturm, der zahlreiche Dächer im Ort, auch das Kirchendach, abdeckte. Ein erneutes Gewitter folgte am Abend des 18. April 1940. Eine Trockenheit bis Anfang Juli beeinträchtigte die Ernte. Auch der Winter 1941/42 war von strenger Kälte sowie starkem Schneefall geprägt.
Der Krieg machte sich mit den ersten Fliegeralarmen in den Nächten vom 21. zum 22. August 1940 und vom 4. zum 5. September 1940 bemerkbar. Ab dem 22. Januar 1941 nahm Nüdlingen Kinder und Mütter aus Westfalen, dem Rheinland und dem Wuppertal auf.
Für Unmut sorgte die Entfernung der Nüdlinger Schulkreuze bei Schulbeginn 1941. Es kam zu Protesten mehrerer Bürger beim Bürgermeister; dieser verwies jedoch lediglich auf den Landrat. Dieser bat die Abordnung von 120 Nüdlinger Bürgerinnen, geduldig auf die Antwort der Regierung zu warten, die bereits von ihm benachrichtigt worden sei. Die Frauen gaben ihren Widerstand jedoch nicht auf; mit Spenden wurden in Bad Kissingen vier neue Kreuze gekauft. Nach einer Regierungsentscheidung vom 29. August 1941 erhielt Nüdlingen seine Schulkreuze zurück; die neuen Kreuze gingen an die Spender. Das mutige Auftreten der Frauen fand Anerkennung in Bad Kissingen.
Anfang Januar 1942 gab es einen Mangel an Arbeitskräften vor allem in der Landwirtschaft, als viele Männer aus Nüdlingen zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Im August dieses Jahres stiegen die Temperaturen auf bis zu 45 Grad im Schatten. Am 23. März 1943 wurden die drei schwersten Glocken der Pfarrkirche zwecks Einschmelzung zur Waffenherstellung beschlagnahmt. Ebenfalls im Jahr 1943 gab es in Nüdlingen zwei Brände, die sechs Scheunen mit Nebengebäuden und zwei Stallungen zerstörten. In den Jahren 1942/43 wurde die Sebastianikapelle erneuert. Die Bauarbeiten für das Jugendheim, die 1939 begonnen worden waren, mussten jedoch wegen Finanzierungsschwierigkeiten und Materialmangel vorübergehend ausgesetzt werden und wurden erst Ende 1944 vollendet; das Gebäude diente nun als Wohnhaus mit acht Wohnungen.
Die kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges einsetzende Aufnahme von 300 Heimatvertriebenen stellte eine Herausforderung an die Wohnungssituation im Ort dar. 109 Nüdlinger Bürger fielen im Krieg, 46 wurden als vermisst verzeichnet. Die Namen der Gefallenen und der Vermissten sind an der Sebastianikapelle eingetragen. Im August 1945 wurde der bisherige Gemeinderat auf Anordnung der Militärregierung aufgelöst.
Nach Kriegsende kamen immer mehr Heimatvertriebene aus dem Sudetenland, Schlesien und Ungarn nach Nüdlingen. Die Regierung organisierte die Unterkunft der Heimatvertriebenen in jedem verfügbaren Wohnraum im Ort, was zu vereinzeltem Unmut seitens jener Nüdlinger Bürger führte, die diesen Wohnraum zur Verfügung stellen mussten. Doch gelang mit der Zeit die Integration der Heimatvertriebenen beispielsweise durch gemeinsame gesellschaftliche Aktivitäten. Die Heimatvertriebenen bekamen Nahrungsmittel und Waren des Alltagsbedarfes zugewiesen sowie pachtweise den Gänserasen bis zur Quelle zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt. Bald wurde auch Gartenland jenseits der Quelle von den Heimatvertriebenen bewirtschaftet.
Durch die Währungsreform vom 21. Juni 1946 verlor die Gemeinde Nüdlingen einen Betrag von 363.266,27 RM, in dem ein Großteil der Entschädigung für das Waldstück zum Bau der Muna enthalten war. Vergeblich bemühte sich die Gemeinde vor der Währungsreform, das Waldstück zurückzuerwerben.
Der Wirtschaftsaufschwung nach der Währungsreform ermöglichte im Jahr 1948 eine Fortsetzung der 1946 begonnenen Arbeiten zum Bau einer Leichenhalle, die 1949 vollendet war; ferner wurde der Pfarrhof instandgesetzt. Im Jahr 1949 wurden die im Krieg beschlagnahmten drei Kirchenglocken durch neue, am 8. Dezember 1949 geweihte Glocken ersetzt, deren Gesamtkosten in Höhe von 18.000 DM teilweise durch einen Gemeindezuschuss und teilweise durch Spenden finanziert wurden. Auf Grund von Schadhaftigkeit musste die von Pfarrer Erhard 1867 errichtete Marienstatue im Jahr 1949 durch eine Madonnenstatue aus Kunststein ersetzt.
Am 1. April 1948 wurde der Bad Kissinger Architekt Rinneberg mit der Erstellung eines Bebauungsplanes für die Flurabteilungen Grau und Wurmerich beauftragt, doch auf Grund von Verzögerungen bei der behördlichen Genehmigung konnte das Gebiet beim Wurmerich nur allmählich bebaut werden.
Mit einem Beschluss des Gemeinderates vom 4. November 1950 wurde die Nachtwache, deren Wachlokal sich zunächst im Anbau an der östlichen Giebelseite des Fachwerkbaues der 1. Schule und dann im neuen Rathaus befunden hatte, am 1. Januar 1951 durch einen neu stationierten Polizeiposten ersetzt. Wie bereits in den Jahren 1928 und 1938/39 scheiterte auch am 6. Dezember 1950 ein von der Gemeinde beschlossener Antrag auf Eingliederung Nüdlingens an den Finanzamtsbezirk Bad Kissingen.
Wegen Mangels an geeigneten Standorten scheiterten 1951 der Bau einer Turnhalle und 1952 der Bau eines Schwimmbads; aus dem gleichen Grund konnte die 1952 geplante Anlage eines Feuerlöschweihers erst elf Jahre später umgesetzt werden. Im Jahr 1954 wurde am Standort der alten Schulscheune eine Feuerlöschgerätehalle samt modernem Schlauchtrockenturm errichtet. Am 25. September 1953 beschloss der Gemeinderat wegen steigender Schülerzahlen den Bau einer neuen Schule.
Ebenfalls 1953 wurde aus Anlass des 500-jährigen Bestehens der Nüdlinger Pfarrei die St. Kilian-Kirche renoviert. Der zuletzt 1991 renovierte Kreuzweg entlang der Wurmerischstraße musste wegen Baufälligkeit bis auf einen kleinen Rest entfernt werden, der in der Folgezeit jedoch auch verfiel. Andererseits wurde im Jahr 1955 entlang der Mauer des Nüdlinger Friedhofs ein neuer Kreuzweg errichtet. Im Jahr 1956 entstand ein neues Pfarrheim als Anbau an das Pfarrhaus. Im Jahr 1958 wurde unter tatkräftiger Unterstützung der gesamten Bevölkerung am Südwesthang des Osterberges die Friedenskapelle errichtet.
In den 1960er Jahren kam es in Nüdlingen zu verstärkter Bautätigkeit. So entstand unter anderem ab 1960 die Ortskanalisation; am 4. Oktober 1963 folgte die Inbetriebnahme einer Kläranlage. Am 29. September 1963 konnte der 1. Bauabschnitt der neuen Nüdlinger Schule am Hang des Schloßbergs eingeweiht werden; am 4. Oktober 1970 war der Bau der Schule mit der Einweihung des 3. Bauabschnitts vollendet. Zahlreiche Nüdlinger Straßen entstanden in den 1960er Jahren; andere wurden erweitert. Im Jahr 1967 wurde die Ortsdurchfahrt, ein Teilstück der B 287 asphaltiert. Gleichzeitig machte sich ein Rückgang der Landwirtschaft bemerkbar; bedingt einerseits durch die nachlassende Rentabilität und andererseits durch die steigende Bebauung des Ortes mit Wohngebieten wurde nun nur noch etwa die Hälfte der Ortsfläche landwirtschaftlich genutzt.
Unter Pfarrer Leidner entstand 1959 die katholische Werkvollgemeinschaft von Nüdlingen, die bald größte Werkvollgruppe im Landkreis. Sie bot unter anderem Veranstaltungen für die älteren Bürger des Ortes sowie Vortragsabende an. Daneben gründeten sich im Ort der Burschenverein, der sich bald in Heimatverein umbenannte und das auch außerhalb Nüdlingens bekannte Bergfest ins Leben rief, sowie der Elferrat, der Sportschützenverein Nüdlingen und weitere Vereine. Andererseits markierte die Entfernung der Glocke vom Dachreiter des Gasthauses Zum Stern, mit deren Hilfe im Ort Gefahren wie Unfälle, Feuer und Hochwasser bekannt gegeben wurden, ein Ende des bisherigen Brauchtums und der alten Trachten, an die von nun an lediglich in Rosenmontags- und Erntedankfestumzügen erinnert wurde.
Im Jahr 1960 führte der Würzburger Bischof Josef Stangl eine Visitation in Nüdlingen durch und firmte in diesem Rahmen 112 Kinder. Mit Beschluss vom 21. Dezember 1961 bekam die Nüdlinger Kirche im Jahr 1962 ein elektrisches Geläut. Mit dem Geläut wurden eine neue Turmuhr sowie neue Zifferblätter installiert. Auf Initiative des Würzburger Dombaumeisters Hans Schädel begannen 1963 die Arbeiten zur Instandsetzung der instabil gewordenen Kirchendecke. Gleichzeitig wurde eine erneut nötig gewordene Erweiterung der Kirche durchgeführt, in deren Zusammenhang ein mannshohe Christusfigur im Altarraum angebracht wurde, die nach Aussage einer Nüdlinger Bürgerin einst als Feldkreuz gedient haben soll. Diese Vermutung ist laut Aussage von Heimatforscher Ernst Pillich jedoch unwahrscheinlich; die Vorgeschichte des Kreuzes ist unklar.
Am 1. August 1961 wurden Nüdlingen und Haard nach mehreren entsprechenden Anträgen im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte in den Finanzamtsbezirk Bad Kissingen aufgenommen.
Während Kanalisationsbauarbeiten in der Münnerstädter Straße im Zuge der Erweiterung des durch Nüdlingen verlaufenden Teilstücks der B 287 wurde ein unterirdischer Gang entdeckt, der vom Anwesen Döpfert, dem ehemaligen Gasthaus zur Post, in südöstliche Richtung führte. Der weitere Verlauf des Ganges konnte nicht mehr rekonstruiert werden, da dieser, als er bereits 1935 beim Bau der Wasserleitung freigelegt worden war, teilweise verschüttet wurde. Die volkstümliche Überlieferung, es handle sich bei dem Gang um einen Fluchtweg der Burg Hunberg, ist aus historischer Sicht nicht erwiesen. Im Rahmen der Erweiterung der Ortsdurchfahrt musste das Kriegerdenkmal für die Kriege von 1866 und von 1870/71 entfernt werden.
Am 22. September 1966 wurde die Einführung einer Müllabfuhr in Nüdlingen beschlossen. Der für den 1. Januar 1967 geplante Beginn der Müllabfuhr musste auf Grund von Verzögerungen bei der Abfassung der Satzung und bei den Verhandlungen mit der für den Müllabtransport zuständigen Firma auf den 6. Mai 1967 verschoben werden. Ebenfalls 1967 wurde neues Bauland erschlossen, und zwar an der westlichen Grenze des Ortes für Industrie- und landwirtschaftliche Zwecke und an der südwestlichen und nördlichen Grenze für Wohnzwecke.
Der erste Pfarrgemeinderat der Gemeinde Nüdlingen-Haard entstand im Februar 1968 und bestand aus 17 Mitgliedern.
Am 21. Juni 1971 begann in Nüdlingen und Haard die Flurbereinigung und war Ende der 1980er Jahre vollendet. In den 1970er Jahren wurde die Kläranlage erneuert (1975) und neue Wohngebiete erschlossen (1974 und 1975).
Am 1. Januar 1972 wurde Haard im Rahmen der Gemeindegebietsreform Ortsteil von Nüdlingen, nachdem sich die Bürger von Haard mit 269 von 300 abgegebenen gültigen Stimmen für die Eingemeindung nach Nüdlingen ausgesprochen hatten. Der Plan, Nüdlingen nach Bad Kissingen einzugemeinden, war vom Gemeinderat abgelehnt worden. Auf Grund der durch die Gebietsreform anfallenden Kommunalwahlen am 11. Juni 1972 fand die 1200-Jahr-Feier von Nüdlingen mit einjähriger Verspätung im Jahr 1973 statt.

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 16 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 69 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
Bürgermeister ist Harald Hofmann (CSU). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Günter Kiesel (CSU).
→ Liste der Baudenkmäler in Nüdlingen
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.417.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 42.000 Euro.
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 19, im produzierenden Gewerbe 392 und im Bereich Handel und Verkehr 116 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 151 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1471. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1451 Hektar, davon waren 1284 Hektar Ackerfläche und 163 Hektar Dauergrünfläche.
Durch Nüdlingen führt die B287 als Verbindung von Hammelburg nach Münnerstadt und zur B19 Richtung Schweinfurt.
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

Aura a.d.Saale | Bad Bocklet | Bad Brückenau | Bad Kissingen | Burkardroth | Elfershausen | Euerdorf | Fuchsstadt | Geroda | Hammelburg | Maßbach | Motten | Münnerstadt | Nüdlingen | Oberleichtersbach | Oberthulba | Oerlenbach | Ramsthal | Rannungen | Riedenberg | Schondra | Sulzthal | Thundorf i.UFr. | Wartmannsroth | Wildflecken | Zeitlofs

Maceió

Maceió auf der Karte von Alagoas
Die Stadt Maceió ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Alagoas. Sie liegt an der Atlantikküste und hatte im August 2013 996.736 Einwohner.

Auf dem Territorium des heutigen Maceió gab es seit dem 17. Jahrhundert Zuckerrohrplantagen. Im Jahr 1815 erhielt die Siedlung Maceió den Status einer Stadt und wurde 1839 zur Hauptstadt von Alagoas erhoben.
Wegen der Strände und dem Hinterland mit Kokosnuss- und Mangogärten ist Maceió heute bei Touristen sehr beliebt.

Mikroregion Arapiraca: Arapiraca | Campo Grande | Coité do Nóia | Craíbas | Feira Grande | Girau do Ponciano | Lagoa da Canoa | Limoeiro de Anadia | São Sebastião | Taquarana | Mikroregion Palmeira dos Índios: Belém | Cacimbinhas | Estrela | Igaci | Mar Vermelho | Maribondo | Minador do Negrão | Palmeira dos Índios | Paulo Jacinto | Quebrangulo | Tanque d’Arca | Mikroregion Traipu: Olho d’Água Grande | São Brás | Traipu
Mikroregion Litoral Norte Alagoano: Japaratinga | Maragogi | Passo de Camaragibe | Porto de Pedras | São Miguel dos Milagres | Mikroregion Maceió: Barra de Santo Antônio | Barra de São Miguel | Coqueiro Seco | Maceió | Marechal Deodoro | Paripueira | Pilar | Rio Largo | Santa Luzia do Norte | Satuba | Mikroregion Mata Alagoana: Atalaia | Branquinha | Cajueiro | Campestre | Capela | Colônia Leopoldina | Flexeiras | Jacuípe | Joaquim Gomes | Jundiá | Matriz de Camaragibe | Messias | Murici | Novo Lino | Porto Calvo | São Luís do Quitunde | Mikroregion Penedo: Feliz Deserto | Igreja Nova | Penedo | Piaçabuçu | Porto Real do Colégio | Mikroregion São Miguel dos Campos: Anadia | Boca da Mata | Campo Alegre | Coruripe | Jequiá da Praia | Junqueiro | Roteiro | São Miguel dos Campos | Teotônio Vilela | Mikroregion Serrana dos Quilombos: Chã Preta | Ibateguara | Pindoba | Santana do Mundaú | São José da Laje | União dos Palmares | Viçosa
Mikroregion Alagoana do Sertão do São Francisco: Delmiro Gouveia | Olho d’Água do Casado | Piranhas | Mikroregion Batalha: Batalha | Belo Monte | Jacaré dos Homens | Jaramataia | Major Isidoro | Monteirópolis | Olho d’Água das Flores | Olivença | Mikroregion Santana do Ipanema: Carneiros | Dois Riachos | Maravilha | Ouro Branco | Palestina | Pão de Açúcar | Poço das Trincheiras | Santana do Ipanema | São José da Tapera | Senador Rui Palmeira | Mikroregion Serrana do Sertão Alagoano: Água Branca | Canapi | Inhapi | Mata Grande | Pariconha
Anmerkung: Hauptstadt des Bundesstaats ist Maceió.

Ulmer Tor

Das Ulmer Tor ist ein Stadttor der oberschwäbischen Stadt Memmingen. Es wurde auch Äußeres Niedergassentor genannt.

Das Tor steht an der Nordseite der sogenannten Ulmer Vorstadt. Am Tor selbst ist noch ein Stück des historischen Wehrgangs erhalten. Vor dem Tor liegt das Maximilian-Kolbe-Haus.
Das hohe und schmale Tor ist in seinem Baustil typisch für die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg. Es hat ein Satteldach. Die moderne Bemalung zeigt auf der nördlichen Seite eine Uhr und den Reichsadler. Auf der Innenseite ist der Einzug Maximilians I. mit Gefolge im Jahr 1489 dargestellt.
Um 1400 entstand im Norden der Stadt eine neue Stadterweiterung, die Ulmer Vorstadt. Nach der Umwallung entstand als nördliches Ausfalltor das Ulmer Tor. Der Turm wurde erst 1445 endgültig ausgebaut. 1489 zog Maximilian I. als römisch-deutscher König in seine Reichsstadt Memmingen mit großem Gefolge durch das Tor ein. Der Oberschwäbische Haufen kam im Bauernkrieg mit 900 Mann durch das Tor in die Stadt und schrieb dort in der Kramerzunft die Zwölf Artikel nieder, die erste Menschenrechtserklärung der Welt. Als Wallenstein 1630 aus Ulm kommend die Stadt betrat, wurde er ebenfalls durch das Tor zum Fuggerbau geleitet. Die Schweden, Wallenstein in nichts nachstehen wollend, zogen 1634 auch durch das Niedergassentor in die Stadt und residierten ebenfalls im Fuggerbau. Als die Kaiserlichen die Stadt 1647 wiederum belagerten und besiegten, zogen sie durch das Tor in die Stadt. 1702 verteidigte man erfolglos das Tor gegen die Bayern, es blieb jedoch unbeschädigt. Bei der letzten großen Belagerung und Einnahme der Stadt durch die Franzosen wurde nach deren Abzug das Tor von Österreichern besetzt. 1821 fiel die Torsperre. Seither fehlen die Zugbrücke und die Holztore.
Stadttore Einlaß | Inneres Kalchtor | Kalchtor | Kempter Tor | Lindauer Tor | Lindentörlein | Notzentor | Obertor | Ulmer Tor | Westertor
Wehrtürme Bettelturm | Großer Pechturm | Hafendeckelturm | Hexenturm | Kerkerturm | Kleiner Pechturm | Luginsland | Pulverturm | Schwalbenschwanzturm | Soldatenturm | Wasserturm | Welfenturm | Weißer Mehlsack | Zwingerturm
47.98895210.179992Koordinaten: 47° 59′ 20,2″ N, 10° 10′ 48″ O

Internationale Eishockey-Föderation

Die Internationale Eishockey-Föderation (englisch International Ice Hockey Federation, IIHF) ist der internationale Eishockeyverband. Er wurde am 15. Mai 1908 in Paris als Ligue Internationale de Hockey sur Glace (LIHG) gegründet. Am 14. März 1911 übernahm der Verband die kanadischen Spielregeln, nach denen ein Spiel dreimal 20 Minuten dauert. Der jetzige Name International Ice Hockey Federation (IIHF) wurde 1957 übernommen. Der Sitz der IIHF befindet sich in Zürich, Schweiz. Die Föderation veranstaltet Meisterschaften im Herren- und Fraueneishockey sowie im Inlinehockey.
Derzeit hat die IIHF 74 Mitglieder, davon 53 Vollmitglieder, 19 assoziierte und 2 angeschlossene Verbände. Mitglieder der IIHF sind die Eishockeyverbände der Länder, also für Deutschland der Deutsche Eishockey-Bund, für Österreich der Österreichische Eishockeyverband und für die Schweiz der Schweizerische Eishockeyverband. Amtierender Präsident der IIHF ist René Fasel.
Die IIHF gibt nach den Weltmeisterschaften eine Weltrangliste der Nationen heraus, die teilweise eine besondere Bedeutung für die Qualifikation für die Olympischen Eishockeyturniere besitzt.
Im Jahr 2008 feierten der Internationale wie auch der Schweizerische Verband ihr 100-Jahr-Jubiläum. Die Schweizerische Post gab zu dem runden Geburtstag eine Sondermarke im Wert von einem Franken zu Ehren der beiden Verbände heraus. Die IIHF selbst hatte auf dem Rasen vor ihrem Sitz eine provisorische Kunsteisbahn (28 mal 14 Meter) errichten lassen. Neben verschiedenen Jubiläumsanlässen war die Bahn von Dezember 2007 bis November 2008 auch für die Öffentlichkeit nutzbar.
Höchstes Organ des IIHF ist seit 1975 der Generalkongresses, der aus Vertreten aller Mitgliedsverbände zusammengesetzt ist und alle vier Jahre zusammentritt. Er wählt den Präsidenten und den Council genannten Vorstand der IIHF. Der Generalkongress fand zuletzt im September 2012 in Tokio statt. Daneben findet jeweils bei den Weltmeisterschaftsturnieren ein jährlicher Kongress statt, in dem vor allem die Gastgeber der zukünftigen Turniere festgelegt werden und neue Mitglieder aufgenommen werden. Weiter findet jeweils im Herbst, in der Regel im September, ein halbjährlicher Kongress statt. Außerordentliche Kongresse können innerhalb von drei Monaten von einem Drittel der Mitgliedsverbände oder dem Vorstand einberufen werden.

An der Gründung der Ligue internationale de hockey sur glace nahmen Vertreter aus Belgien, England, der Schweiz sowie des Gastgebers Frankreich teil. Eingeladen waren auch Vertreter Deutschlands und Russlands, welche aber nicht zum Gründungstreffen erschienen. Deutschland trat ein Jahr später als sechstes Mitglied in die LIHG ein, Russland wurde 1911 als siebtes Mitglied aufgenommen. Der Verband Böhmens war bereits im Laufe des Jahres 1908 eingetreten und wird daher manchmal als fünftes Gründungsmitglied der IIHF bezeichnet. Erst 1920 traten mit Kanada und den USA Verbände außerhalb Europas der LIHG bei.
Die IIHF Associate Members sind Mitglieder, welche über keinen eigenständigen nationalen Eishockeyverband verfügen oder nicht regelmäßig an den IIHF-Weltmeisterschaften teilnehmen. Die assoziierten Mitglieder verfügen über kein Stimmrecht in der IIHF-Vollversammlung.
Die IIHF Affiliate Members nehmen nur an den Inline-Hockey-Wettbewerben der IIHF teil. Sie haben kein Stimmrecht in der IIHF-Vollversammlung.
Die IIHF ist bzw. war Ausrichter verschiedener Eishockeyturniere:
Afrika: Marokko (†) | Namibia (‡) | Südafrika
Amerika: Argentinien (†) | Brasilien (†) | Chile (‡) | Jamaika (†) | Kanada | Mexiko | Vereinigte Staaten
Asien und Ozeanien: Australien | Volksrepublik China | Chinese Taipei | Hongkong | Indien | Japan | Kasachstan | Katar | Kirgisistan (†) | Kuwait (†) | Macao (†) | Malaysia (†) | Mongolei | Neuseeland | Nordkorea | Singapur (†) | Südkorea | Thailand | Vereinigte Arabische Emirate (†)
Europa: Andorra (†) | Armenien (†) | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Georgien (†) | Großbritannien | Griechenland (†) | Irland | Island | Israel | Italien | Kroatien | Lettland | Liechtenstein (†) | Litauen | Luxemburg | Mazedonien (†) | Moldawien (†) | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal (†) | Rumänien | Russland | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Weißrussland
Legende: † assoziierter Verband, ‡ angeschlossener Verband

Die Glut der Gewalt (1996)

Die Glut der Gewalt ist ein US-amerikanischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1996.
In Iowa brennen nacheinander mehrere Scheunen in einer Nacht. Eine Ermittlerin kommt aus der Großstadt aufs Land, möchte, da sie auch annehmen muss, dass selbst Amische als Täter in Frage kommen, bei ihnen leben und gewinnt das Vertrauen einer Witwe. Diese Witwe hat zwei Kinder im fast erwachsenen Alter. Sie stellt fest, dass die Tochter sich noch immer mit einem Jungen trifft, dessen Vater wegen einer in der Gemeinde verbotenen Scheunenbauweise gebannt ist und der Sohn hat ein Verhältnis mit einem „flatterhaften“ Mädchen aus der amerikanischen Gesellschaft.
Nach einigem Hin und Her, es brennt noch einmal eine Scheune, stellt sich heraus, dass der Sohn des Gebannten das Feuer legte. Die Szenenfolge ist hier ein wenig gesponnen: Die Staatsanwältin ermahnt, der Junge offenbart seine Tat auf Knien gegenüber seinen amischen Glaubensgenossen und wird schließlich zum Gericht gefahren mit einem Kutschentross hintan.
Interessanter als die Handlung, die einfach gestrickt ist, ist das Verhältnis der Staatsanwältin zu der amischen Witwe: Die beiden werden Freundinnen, die Freundschaft erleidet einen Bruch durch das verheimlichte Wissen der Staatsanwältin über die verbotenen Freundschaften der Kinder und wird wieder gekittet.
Der Film gewann 1996 für den Tonschnitt den Emmy Award und wurde in einer weiteren Kategorie für den Emmy nominiert. Lolita Davidovich wurde 1997 für den Golden Satellite Award nominiert.

Scottish FA Cup 1876/77

Der Scottish FA Cup wurde 1876/77 zum 4. Mal ausgespielt. Der wichtigste schottische Fußballpokalwettbewerb begann im September 1876 und endete mit dem zweiten Wiederholungsendspiel am 13. April 1877 im Hampden Park von Glasgow. Der FC Vale of Leven konnte durch einen 3:2-Sieg über die Glasgow Rangers, bei der vierten Austragung zum ersten mal den Titel gewinnen. In der 5. Runde hatte Vale of Leven den zuvor dreimaligen Sieger dieses Wettbewerbs, den FC Queen’s Park bezwungen. In den folgenden beiden Jahren 1878 und 1879 konnte Vale of Leven ebenfalls den Pokal in Schottland gewinnen.

Ausgetragen wurden die Begegnungen im September 1876. Die Mannschaften die im jeweiligen Wiederholungsspiel Unentschieden gegeneinander spielten kamen eine Runde weiter.
Ausgetragen wurden die Begegnungen im Oktober 1876. Die 23rd Renfrew Rifle Volunteers traten nicht zur zweiten Runde an.
Ausgetragen wurden die Begegnungen im November 1876. Die Mannschaften die im jeweiligen Wiederholungsspiel Unentschieden gegeneinander spielten kamen eine Runde weiter.
Ausgetragen wurden die Begegnungen im November 1876.
Ausgetragen wurden die Begegnungen im Dezember 1876.
Ausgetragen wurde die Begegnung im Januar 1877.

1873/74 | 1874/75 | 1875/76 | 1876/77 | 1877/78 | 1878/79 | 1879/80 | 1880/81 | 1881/82 | 1882/83 | 1883/84 | 1884/85 | 1885/86 | 1886/87 | 1887/88 | 1888/89 | 1889/90 | 1890/91 | 1891/92 | 1892/93 | 1893/94 | 1894/95 | 1895/96 | 1896/97 | 1897/98 | 1898/99 | 1899/1900 | 1900/01 | 1901/02 | 1902/03 | 1903/04 | 1904/05 | 1905/06 | 1906/07 | 1907/08 | 1908/09 | 1909/10 | 1910/11 | 1911/12 | 1912/13 | 1913/14 | 1914–1919 | 1919/20 | 1920/21 | 1921/22 | 1922/23 | 1923/24 | 1924/25 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929/30 | 1930/31 | 1931/32 | 1932/33 | 1933/34 | 1934/35 | 1935/36 | 1936/37 | 1937/38 | 1938/39 | 1939–1946 | 1946/47 | 1947/48 | 1948/49 | 1949/50 | 1950/51 | 1951/52 | 1952/53 | 1953/54 | 1954/55 | 1955/56 | 1956/57 | 1957/58 | 1958/59 | 1959/60 | 1960/61 | 1961/62 | 1962/63 | 1963/64 | 1964/65 | 1965/66 | 1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73 | 1973/74 | 1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83 | 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91 | 1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/2000 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16

Laura Brosius

Laura Brosius 2014
Laura Brosius (* 8. Januar 1990 in Berlin) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin und jetzige Trainerin.

Brosius begann ihre Karriere im Alter von 10 Jahren bei der SG Bornim. 2002 wechselte sie zum 1. FFC Turbine Potsdam. Mit den B-Juniorinnen wurde sie 2004, 2005 und 2006 deutsche Meisterin. Nach der Jugend gelangte sie zur zweiten Mannschaft in die 2. Bundesliga bei der sie zur Stammspielerin avancierte. Im Sommer 2007 wurde sie in die erste Mannschaft befördert und erkämpfte sich einen Stammplatz. Während der folgenden zwei Spielzeiten wurde sie überwiegend in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Im Sommer 2010 wechselte sie daher zum FF USV Jena, wo sie fünf Jahre lang spielte. Nach einer längeren Verletzungsserie, durch die sie in der Saison 2014/15 nur sieben Spiele bestreiten konnte, beendete sie im Sommer 2015 ihre aktive Karriere.
Bei der Schulweltmeisterschaft 2007 in Chile belegte sie mit ihrer Mannschaft den zweiten Platz. Im gleichen Jahr wurde sie zu einem Sichtungslehrgang der U-19-Nationalmannschaft berufen.
Nach ihrem Karriereende im Sommer 2015 wurde Brosius Co-Trainerin der U-17 des FF USV Jena.
Brosius erwarb an der Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam das Abitur. Danach absolvierte sie in Jena eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau. Ihr Bruder Hagen (* 1988) ist Leichtathlet und nahm bislang an verschiedenen Marathonläufen teil.

Wilhelm von Rappard

Wilhelm von Rappard (* Mai 1788 in Hamm, Westfalen; † 30. Juli 1827 in Torgau, Provinz Sachsen) war ein königlich-preußischer Oberstleutnant und Landrat.
Er stammte aus der Adelsfamilie von Rappard. Der Vater war Chefpräsident des Oberlandesgerichtes in Hamm. Seinen Unterricht erhielt er in seinem Elternhaus. Da er schon früh Neigungen zum Soldatenberuf zeigte, trat er bereits im Alter von 13 Jahren 1801 als Junker in die preußische Armee ein. Im Jahr 1806 wurde er zum Fähnrich befördert. Bereits ein Jahr später war er Sekondeleutnant. Er hat den Krieg von 1806 mitgemacht. Im Jahr 1813 kam er zur Adjuntantur im schlesischen Schützenbataillon. Dort wurde er zunächst zum Premierleutnant und dann zum Kapitän ernannt. Rappard machte die Feldzüge zwischen 1813 und 1815 mit. Er zeichnete sich unter anderem in der Schlacht bei Bautzen und der Völkerschlacht bei Leipzig aus.
Im Jahr 1815 wurde er in das preußische Kriegsministerium versetzt. Dort wurde er 1819 Mitglied des ersten Departements. Ein Jahr später wechselte er zum Grenadierregiment Kaiser Franz. Später wurde er zum Bataillonskommandanten im 20. Linieninfanterieregiment ernannt. Im Range eines Oberstleutnants verließ er den aktiven Militärdienst.
Wilhelm von Rappard wurde 1825 Landrat des neugebildeten Kreises Torgau im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1827 im Amt.
Rappard verfasste ein Handbuch für Subalternoffiziere der Landwehr.